mach.werk

Langzeitarbeitslose über 25 Jahre sollen stabilisiert und integriert werden. Projektziel ist die Bekämpfung bestehender und die Vermeidung drohender Desintegration junger Erwachsener mit und ohne Migrationshintergrund in der Arbeitswelt und der Gesellschaft, die bisher keinen Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung gefunden haben.


Das Projekt

           
  Projektname: mach.werk  

 
  Projektträger: gabb gGmbH
Auf der Scheib 13
66115 Saarbrücken
   
  Lernort:
Jugendsozialarbeit, Jugendberufshilfe und Jugendstrafvollzugsanstalten    
  Umsetzungsort:
Saarbrücken    
  Kernaktivitäten: Berufsorientierung    
  Zielgruppen: Junge Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund    
  Laufzeit: 01.01.2012 – 31.12.2014    
         


Über das Projekt

Beschreibung

Der Zugang zu dieser Zielgruppe ist sehr schwer, da die betroffenen Personen aufgrund ihrer Biografie bzw. ihres gesundheitlichen Zustandes zumeist eine äußerst geringe Motivation zu einer beruflichen Orientierung aufweisen. Die Motivation zur Teilnahme erfolgte über attraktive Angebote im erlebnispädagogischen und kreativen Bereich. Dies müssen keine Angebote sein, die später beruflich direkt verwertbar sind, sondern sie dienten zunächst lediglich der Kontaktaufnahme mit der Zielgruppe und zum Aufbau eines vertrauensvollen Verhältnisses mit den pädagogischen Mitarbeitenden des Projektes. Im Verlaufe dieser Einstiegsphase lernten die Mitarbeitenden des Projektes durch informelle Gespräche die Teilnehmenden genauer kennen und gewannen erste Einschätzungen der vorhandenen Problemlagen. Sobald das erforderliche Vertrauensverhältnis geschaffen war, erfolgte eine Analyse der aktuellen Situation und gemeinsame Überlegungen, welche Maßnahmen sinnvoll wären, um an einer beruflichen Zukunftsperspektive nachhaltig arbeiten zu können. Oft waren dies Maßnahmen, die zunächst noch außerhalb der direkten beruflichen Orientierung lagen, z.B. psycho-soziale Beratungsangebote, Sprachförderung, Suchtberatung etc. Erst wenn diese Hemmnisse abgebaut oder zumindest konstruktiv angegangen worden waren, erfolgte der Übergang in die Aktivierungsphase. Hier wurden die Fähigkeiten und beruflichen Möglichkeiten der Teilnehmenden genauer analysiert. Die anschließende Heranführung an Ausbildung bzw. Arbeit erfolgte über klassische Instrumente wie z.B. Konkretisierung der beruflichen Ziele, Bewerbungstrainings, Erstellung von Bewerbungsunterlagen und Unterstützung bei der Suche nach Ausbildungsplätzen. In diesem Zusammenhang erfolgten auch die Akquise von Ausbildungsplätzen und die Motivation der Firmen, Teilnehmende in Ausbildung aufzunehmen. Ergänzend erhielten die Teilnehmenden arbeitsrelevante Kursangebote wie z.B. Computerkurse und Kommunikationstrainings.

Ziele

Projektziel war die Bekämpfung bestehender und die Vermeidung drohender Desintegration junger Erwachsener mit und ohne Migrationshintergrund in die Arbeitswelt und die Gesellschaft, die aufgrund ihres Bildungsstands, psychosozialer Problemlagen und bestehender Isolation keinen Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung gefunden haben.

Methoden

  • Kompetenzfeststellung

Angebote

Beschreibung des Angebots:

Individuelle sozialpädagogische Betreuung. Berufsorientierte Angebote: z.B. berufliche Orientierung, Profilpass, Bewerbertraining.
Kreative Kursangebote: z.B. Malen und Zeichnen, Holzarbeiten, Bildbearbeitung.
Körperliche Aktivierung: z.B. Laufen, Klettern, Fitnesstraining
Lebenspraktische Kursangebote: z.B. ökonomische Grundbildung, Gender, Freies Reden

Art des Angebots:

  • Aktivierungsangebot

Zielgruppen der Angebote:

  • Arbeitslose

Projektergebnisse


Produkte

Beschreibung des Produkts:

Zum Abschluss des Projektes ist eine Broschüre erstellt worden, in der das Projekt inhaltlich vorgestellt wird. Neben Angaben zur Zielgruppe, Zielsetzung und Methodik sind darin auch die Ergebnisse des Projektes präsentiert worden.

Art des Produkts:

  • Informationsmaterial

Erfolge

Während der Projektlaufzeit konnten insgesamt 110 langzeitarbeitslose Menschen (32 Frauen, 78 Männer) erreicht werden, zu denen das Jobcenter keinen Zugang mehr gefunden hatte. 58 Teilnehmende haben die mindestens halbjährliche Maßnahme erfolgreich absolviert. D.h. sie haben regelmäßig an den Angeboten des Projektes teilgenommen und für sich eine persönliche und berufliche Perspektive erarbeitet. 14 Personen konnten direkt in Ausbildung oder Arbeit vermittelt werden. 15 Teilnehmende sind nach dem Projekt in weiterführende Maßnahmen eingestiegen. Insgesamt wurden 916 Kurse (à 2 Std.) in den Bereichen berufliche Orientierung, Kreativität, körperliche Aktivierung und Lebenspraxis angeboten.

Verstetigung und Transfer

Zum Projektende wurde eine Projektpräsentation mit der Geschäftsleitung und mit Mitarbeitenden des Jobcenters durchgeführt. In der Präsentation erfolgte eine Darstellung der Zielsetzung und Methodik des Projektes verbunden mit einer Übersicht über die Erfolge des Projektes und einer kritischen Reflektion der geleisteten Arbeit. Auch die Zusammenarbeit zwischen Jobcenter und dem Maßnahmeträger wurde gemeinsam reflektiert. Neben dem üblichen Abschlussbericht sind das Projekt, die Methodik und die Ergebnisse in einer Broschüre zusammengefasst worden, die öffentlich zugänglich sind und insbesondere für das Jobcenter und interessierte arbeitsmarktpolitische Träger als Anregung für die eigene Arbeit dienen können. Darüber hinaus werden die Erfahrungen in die weiteren Projektplanungen der gabb einfließen. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage sowohl des Jobcenters, des Landes, als auch der Kommune war eine direkte Weiterführung des Projektansatzes leider nicht möglich.

Kontakt

  gabb Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitslosenberatung und Beschäftigung mbH
Auf der Scheib 13
66115 Saarbrücken

Ansprechpartner/-in:
Guri-Grit Liebezeit
0681 976390
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www.gabb-saar.de/projekte.php?pid=17
 

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Das Projekt "XENOS Panorama Bund" wird im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS – Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.