Lernortkooperation Kasseler Produktionsschule und lokale Wirtschaft


Das Projekt

           
  Projektname: Lernortkooperation Kasseler Produktionsschule und lokale Wirtschaft  

 
  Projektträger: Outlaw Kassel gGmbH
Holländische Straße 208
34127 Kassel
   
  Lernort:
Jugendsozialarbeit, Jugendberufshilfe und Jugendstrafvollzugsanstalten    
  Umsetzungsort:
Kassel    
  Kernaktivitäten: Berufsorientierung, Ausbildung, Unternehmenskooperation    
  Zielgruppen: Jugendliche im Alter von 15-24 Jahren, Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund, Betriebe    
  Laufzeit: 15.06.2012 - 31.12.2014    
         


Über das Projekt

Beschreibung

  • Vermittlung und Begleitung von Jugendlichen in betriebliche Einstiegsqualifizierung als Türöffner für Ausbildung oder Beschäftigung.
  • Vorbereitung und Qualifizierung junger Menschen vor und während der Einstiegsqualifizierung mit dem Ziel der Erhöhung ihrer Chancen auf einen Ausbildungsplatz.
  • Passgenaue Suche von Betrieben und Vermittlung von EQ-Praktikantinnen und -Praktikanten nach unserer Methode des Matching. Ziel ist hier, Ausbildende und Praktikant/-innen zu finden, die optimal zueinander passen und bei fehlenden Kompetenzen auf beiden Seiten nachzuqualifizieren.
  • Unterstützung kleiner Unternehmen, insbesondere Betriebe in der Hand von Unternehmer/-innen mit Migrationshintergrund, bei der Schaffung neuer Plätze zur Einstiegsqualifizierung und zur Ausbildung.
  • Beratung von Ausbildenden und Auszubildenden

Ziele

Projektziel war die Einrichtung neuer Plätze zur Einstiegsqualifizierung bei kleinen und mittleren Betrieben und die Besetzung dieser Plätze mit benachteiligten Jugendlichen mit hohem Förderbedarf. Dazu wurde eine breite Palette an Unterstützungsmöglichkeiten für Ausbildende und Auszubildende angeboten. Durch diese intensive Unterstützung konnten im ersten Durchlauf bereits mehr als zehn EQ Plätze geschaffen und besetzt werden. Hierbei konnte eine intensive und äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Jobcenter der Stadt Kassel etabliert werden. Die EQ Praktikanten des ersten Durchgangs sind zu ca. 90 % in Ausbildung oder Erwerbstätigkeit gegangen.

Ein unerwarteter und sehr positiver Effekt stellte sich bei der Begleitung der laufenden Eingliederungsqualifikationen ein: Kleinere Unternehmen, die bis dahin nicht ausgebildet hatten, richteten wegen der im Praktikum entstandenen engen Beziehung zwischen Unternehmen und Betrieb Ausbildungsplätze ein. So konnten neben EQ-Plätzen eine Reihe neuer Ausbildungsplätze geschaffen werden. Die Begleitung dieses Prozesses war wichtig, denn kleine Unternehmen brauchen, namentlich bei der Schaffung ihres ersten Ausbildungsplatzes, oft Unterstützung und Ermutigung bei der Überwindung formaler Erfordernisse bis zur Ausbildungsberechtigung.

Methoden

  • Erfahrungsorientiertes Lernen
  • Coaching
  • Kompetenzfeststellung
  • Mittlertätigkeit

Angebote

Beschreibung des Angebots:

Begleitung und Beratung bei Einstiegsqualifizierungen mit einer breiten Palette zusätzlicher Qualifikationsmöglichkeiten. Begleitung und Beratung bei Erlangung der Ausbildungseignung für Betriebe

Art des Angebots:

  • Informationsmaterial

Zielgruppen der Angebote:

  • Betriebliche Akteurinnen und Akteure
  • Arbeitslose

Projektergebnisse

Produkte

Beschreibung des Produkts:

Informationsbroschüren zur Einstiegsqualifizierung für potentielle Auszubildende und für Ausbildungsbetriebe

Art des Produkts:

  • Informationsmaterial

Zielgruppen der Produkte:

  • Betriebliche Akteurinnen und Akteure
  • Arbeitslose

Netzwerke

Beschreibung des Netzwerkes:

Kooperation mit dem Jobcenter Stadt Kassel zur Schaffung und Besetzung von Plätzen zur Einstiegsqualifizierung unter dem Namen "EQipment"

Art des Netzwerkes:

  • Arbeitsgruppe

Zielgruppen der Netzwerke:

  • Öffentliche Verwaltungen

Verstetigung und Transfer

Ein erster Erfolg lag in der Verstetigung der geschaffenen Plätze für eine Einstiegsqualifizierung. Sämtliche Unternehmen, die in der ersten Welle neue EQ-Plätze eingerichtet haben, werden diese auch weiterhin nutzen. Viele dieser Unternehmen kannten die Möglichkeit der EQ vor dem Projektstart nicht. Ein unerwartetes Ergebnis, das sich in der Folge der akquirierten EQ-Plätze zeigte, war die Einrichtung neuer Ausbildungsplätze, die selbstverständlich in Zukunft bestehen bleiben. Hier wurden besonders Betriebe in der Hand von Inhaber/-innen mit Migrationshintergrund unterstützt. Es zeigte sich, dass hier ein großes Potential an möglichen Ausbildungsplätzen noch brach liegt. Die Durchführung einer EQ ist für einen Betrieb, der noch nicht ausbildet, ein wenig wie ein „Probelauf“ als Ausbildungsbetrieb, der nicht selten zur Einrichtung eines neuen Ausbildungsplatzes führen kann. Notwendig ist hier eine Unterstützung der Betriebe bei der Erlangung der Ausbildereignung in engem Kontakt mit den zuständigen Kammern. Eine enge Kooperation mit dem Jobcenter der Stadt Kassel konnte etabliert werden. Es zeigte sich, dass die Nachhaltigkeit bei der Vermittlung und Besetzung von EQ-Plätzen durch eine beratende Begleitung enorm gesteigert werden kann.

Der Projektansatz „Lernortkooperation“ in der Einstiegsqualifizierung hatte positive Auswirkungen auf die Eingliederung benachteiligter junger Menschen in Ausbildung und Erwerbstätigkeit. Es konnten neue EQ-Plätze geschaffen und die Einrichtung neuer Ausbildungsplätze insbesondere bei Unternehmer/-innen mit Migrationshintergrund begünstigt werden.

Kontakt

  Outlaw Kassel gGmbH
Holländische Straße 208
34127 Kassel

Ansprechpartner/-in:
Andreas Hubele
0561 983 53 32
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www.outlaw-kassel.de
 
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