Belegschaft in Vielfalt

"Belegschaft in Vielfalt" wollte in Zeiten von Fachkräftebedarf und demografischem Wandel Arbeitsnehmenden sowie Arbeitssuchenden die Chance einer beruflichen und gesellschaftlichen Aufwärtsmobilität bieten. Wichtigste Zielgruppe waren Menschen mit Migrationshintergrund, aber auch Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen.


Das Projekt

           
  Projektname: Belegschaft in Vielfalt  

 
  Projektträger: Gesellschaft für Jugendsozialarbeit und Bildungsförderung e.V. (GJB)
Ulmer Straße 173
70188 Stuttgart
   
  Verbundpartner: Arbeits-Initiative Hohenlohekreis gGmbH (AIH)
Arbeitslosen-Selbsthilfe-Organisation e.V. (a.l.s.o.)
Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung gGmbH (SAB)
   
  Lernort:
Unternehmen und öffentliche Verwaltungen    
  Umsetzungsort:
Stuttgart, Hohenlohekreis, Kreis Göppingen, Ostalbkreis    
  Kernaktivitäten: Ausbildung, Organisationsentwicklung, Diversity Management    
  Zielgruppen: Betriebliche Akteure, Öffentliche Verwaltungen, Arbeitslose    
  Laufzeit: 01.02.2012-31.12.2014    
         


Über das Projekt

Beschreibung

Der Projektverbund „Belegschaft in Vielfalt" der vier Teilprojekte GJB (Stuttgart), a.l.s.o. (Schwäbisch Gmünd), SAB (Göppingen) und AIH (Künzelsau) leistet angesichts eines regionalen Fachkräftemangels einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit von Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU), in dem die Bildungs- und Qualifizierungspotenziale von Menschen mit geringer und mittlerer Qualifikation in den Unternehmen und in öffentlichen Verwaltungen aktiviert werden. Es geht u.a. darum, "schlummernde und ungenutzte" Potenziale bei Arbeitnehmer/-innen und Arbeitsuchenden zu entdecken und gemeinsam mit betrieblichen Personalverantwortlichen in Bezug auf eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit der Belegschaft zu entwickeln. Hierzu gehört v.a. auch die Sensibilisierung für Diversity Management sowie dessen Nutzen für Betrieb und Belegschaft. Viele Menschen mit Migrationshintergrund oder auch andere am Arbeitsmarkt benachteiligte Personengruppen haben den Wunsch sich beruflich weiterzuentwickeln und gesellschaftlich „aufzusteigen". Gleichzeitig sind sie oftmals unterwertig beschäftigt und schlecht über ihre Bildungs- und Aufstiegschancen informiert. Das Projekt bietet ihnen vielfältige Formen der Beratung, Qualifizierung, Ausbildung oder Weiterbildung mit dem Ziel einer individuellen beruflichen und gesellschaftlichen Aufwärtsmobilität.

Ziele

  • Bessere betriebliche Chancen der Erwerbs- und Sozialintegration für bildungs- und sozialbenachteiligte Menschen (insbesondere mit Migrationshintergrund)
  • Förderung von beruflicher und gesellschaftlicher Aufwärtsmobilität
  • Sensibilisierung von Betrieben zur engeren Verzahnung von Diversity, beruflicher Qualifizierung und Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit ihrer Teilnehmenden

Methoden

  • Niedrigschwellige Beratung
  • Kompetenzfeststellung
  • Beratung von Institutionen

Angebote

Art des Angebots:

  • Aus- und Weiterbildungsangebot

Zielgruppen der Angebote:

  • Arbeitslose

Beschreibung der Angebote:

Betriebliche Ausbildungsangebote, Einzelumschulung sowie Nachqualifizierungsangebote in den Branchen Büro/Verwaltung, Handwerk, Garten- und Landschaftsbau, Metallbau, Landwirtschaft und Hauswirtschaft

Projektergebnisse

Produkte

Beschreibung der Produkte:

Es wurde eine Broschüre "Diversity Management in KMU" (16 Seite, 2. Auflage) angefertigt, die auch unter der Homepage des Projektträgers verfügbar ist. Außerdem befinden sich diverse Angebotsflyer der Teilprojekt a.l.s.o, SAB, AIH und GJB auf den entsprechenden Homepages der Teilprojekte.

Das Teilprojekt SAB verfügt über ein Curriculum "Interkulturelles Training". Darüber hinaus hat das Teilprojekt GJB zum 2. Diversity Tag 2014 gemeinsam mit einem Kooperationsbetrieb einen Filmspot erstellt.

Art des Produkts:

Zielgruppen der Produkte:

  • Betriebliche Akteure
  • Öffentliche Verwaltungen

Erfolge

„Belegschaft in Vielfalt“ hat in den vergangenen drei Jahren mehr als 500 Betriebe bzw. betriebliche Multiplikatoren/-innen in KMU und öffentlichen Verwaltungen angesprochen. Es ist gelungen das Thema Diversity Management als eigenständiges Querschnittsthema in diese Organisationen hineinzutragen und Anregungen zur Auseinandersetzung und zur schrittweisen Implementierung von Diversity Management zu geben.

Im Zusammenhang der Arbeit mit Betrieben konnten einige Betriebe motiviert werden, die "Charta der Vielfalt" zu unterzeichnen und haben sich somit der Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur selbstverpflichtet. Gleichzeitig wurde weit mehr als 500 (benachteiligte) Arbeitsuchende mit und ohne Migrationshintergrund, die oftmals über eine wenig ausgeprägte Beschäftigungs- und Vermittlungsfähigkeit verfügten, in Beratungs- und Qualifizierungsprozesse des Projektes eingespeist.

Ein Großteil konnte aus der Arbeitslosigkeit heraus in Eingliederungsmaßnahmen des SGB III oder SGB II integriert werden. Teilweise wurden zielgruppenspezifische Angebote entwickelt, um zu anerkannten Berufsabschlüssen, etwa in der Hauswirtschaft, im Handwerk oder im Gartenbau nach zu qualifizieren.

Netzwerke

Beschreibung des Netzwerkes:

„Netzwerk Betriebliche Umschulung“ in Göppingen und „Runder Tisch Integration“ in Schwäbisch Gmünd

Art des Netzwerks:

  • Netzwerk
  • Arbeitsgruppe

Zielgruppe des Netzwerks:

  • Betriebliche Akteure
  • Öffentliche Verwaltungen

Verstetigung und Transfer

Für KMUs wurde eine 16-seitige Informationsbroschüre "Diversity Management in KMU" entwickelt. Diese ist über die Vereinshomepage downloadbar bzw. wird in zweiter Auflage auch künftig in der Arbeit der Projektträger in anderen Programmen und Projekten ergänzend eingesetzt.

Betriebe und KMU, die die "Charta der Vielfalt" unterzeichnet haben, werden auch weiterhin an einer vielfältigen Unternehmenskultur arbeiten. Es wurden Angebotsformen der Weiterbildung für betriebliche Multiplikatoren bspw. "Interkulturelles Training" entwickelt, die als "Blaupause" auch in anderen Projektzusammenhängen weiter genutzt werden können.

Gemeinsam mit regionalen Kooperationspartnern wurden Netzwerke zu den Themen Integration und/oder betriebliche Umschulung initiiert und nachhaltig angelegt.

Für die Zielgruppe der Arbeitslosen wurden unterschiedliche nach AZAV-zertifizierte Eingliederungsmaßnahmen entwickelt. Hierbei handelt es sich v.a. um Maßnahmen der beruflichen Einzelumschulung in handwerklichen und gärtnerischen Berufsbildern, d.h. in allgemein anerkannten dualen Berufsabschlüssen. Weitere Angebote sind in der Zertifizierungsphase. Das erfolgreiche Nachqualifizierungsangebot von Frauen mit Migrationshintergrund zur staatlich anerkannten Hauswirtschafterin wird auch nach Projektende fortgeführt.

Kontakt

  Gesellschaft für Jugendsozialarbeit und Bildungsförderung e.V. (GJB)
Ulmer Straße 173
70188 Stuttgart

Ansprechpartner/-in:
Volker Kraft
0711-22996-20
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www.ulmer-strasse.de/
 

 

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