GE.W.IN.N - GEmeinsam neue Wege gehen - INtegration von Migrantinnen und Migranten in berufsrelevante Qualifizierungen

 

Das Projekt verfolgt das Ziel, Unternehmen in Sachsen für die Aufnahme von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund in ein Praktikum, eine Ausbildung und letztlich in Arbeit zu motivieren. Damit soll der Grundstein für eine dauerhafte Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt gelegt werden.


Das Projekt

           
  Projektname: GE.W.IN.N - GEmeinsam neue Wege gehen - INtegration von Migrantinnen und Migranten in berufsrelevante Qualifizierungen  

 
  Projektträger: Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft gGmbH
Rudolf-Walther-Straße
401156 Dresden
   
  Verbundpartner: Handwerkskammer Dresden, Technische Universität Dresden, Bildungszentrum Lernen + Technik gGmbH    
  Lernort:
Unternehmen und öffentliche Verwaltungen    
  Umsetzungsort:
zunächst in der Modellregion Dresden, später in ganz Sachsen    
  Kernaktivitäten: Berufsorientierung, Übergangsmanagement, Ausbildung, Unternehmenskooperation, Organisationsentwicklung    
  Zielgruppen: Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund im Alter zwischen 16 und 30 Jahren, sächsische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen    
  Laufzeit: 01.01.2012 – 31.12.2014    
         


Über das Projekt

Beschreibung

Eine quantitative Untersuchung zum Verbleib Jugendlicher und junger Erwachsener mit Migrationshintergrund in Sachsen nach Abschluss ihrer vorberuflichen Ausbildung wurde durchgeführt.

Weiterer Projektbestandteil war die Analyse bestehender Fachkräftenetzwerke in Sachsen hinsichtlich der Berücksichtigung von Migrantinnen und Migranten, sowie die Ansprache und Sensibilisierung von Unternehmen und deren Gewinnung als potenzielles Praktikums- bzw. Ausbildungsunternehmen oder Arbeitgeber.

Unterstützend wurden den Unternehmen zur erfolgreichen Arbeit mit Migrant/-innen interkulturelle Trainings angeboten. Das Hauptaugenmerk im Projekt lag auf der Kontaktaufnahme zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund und der Vermittlung von 80 Teilnehmenden in eine beschäftigungsrelevante Maßnahme. Ergänzend zur Beratung und Begleitung im Projekt wurden den Jugendlichen allgemeine und berufsbezogene Sprachtrainings angeboten.

Kontrolliert, ausgewertet und gegebenenfalls angepasst wurden diese Prozesse durch die Erarbeitung von zielgruppenspezifischen Qualitätsstandards und einem entsprechenden Qualitätsleitfaden, die einerseits zur Vereinheitlichung des Vorgehens bei der Arbeit mit den Teilnehmenden und andererseits den Beteiligten zur Unterstützung dienen sollten. Angereichert durch Good-Practice-Beispiele wurden diese zur Nachnutzung veröffentlicht.

Begleitet wurde das Projekt durch eine entsprechend vielseitige Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Transferveranstaltungen, Flyer, Internetauftritt, Auftritt auf Facebook, Poster, Teilnahme an Messen und Veranstaltungen, Mitwirkung in Migrationsnetzwerken,…).

Ziele

  • Verbleibsuntersuchung: Befragung von ca. 200 Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund in Sachsen hinsichtlich ihres Übergangs von der Schule zur Ausbildung
  • Analyse bestehender Fachkräftenetzwerke hinsichtlich ihrer Ausrichtung auf Personen mit Migrationshintergrund (Experteninterviews)
  • Vermittlung von 80 Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund in eine berufsrelevante Qualifizierungsmaßnahme, ein Praktikum, eine Ausbildung oder eine Arbeitsstelle
  • Durchführung zielgruppenspezifischer berufsqualifizierender Maßnahmen, wie z.B. Sprachkurse
  • Aufschließen sächsischer Unternehmen und Sensibilisierung für die Zielgruppe
  • Schulungen und Veranstaltungen zur Vermittlung und Stärkung der interkulturellen Kompetenzen in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen
  • Überarbeitung und Anpassung von zielgruppenspezifischen Qualitätsstandards
  • Intensive Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit zur Gewinnung von Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen für eine passgenaue Vermittlung

Methoden

  • Interkulturelle Trainings
  • Coaching
  • Kompetenzfeststellung
  • Strukturbildung

Angebote

Beschreibung des Angebots:

Die Aufgabe des Projektes war es, jungen Menschen mit einem Migrationshintergrund berufliche Perspektiven zu bieten und gleichzeitig Unternehmen und öffentliche Verwaltungen bei der Suche von Mitarbeitenden zu unterstützen und sie interkulturell zu schulen.

Daher bestanden folgende Angebote:

  • Vorbereitung und Vermittlung junger Migrantinnen und Migranten in Arbeit, Ausbildung, Praktikum (Bewerbercoaching) und Betreuung während des Matchings in Unternehmen
  • bedarfsorientierte, interkulturelle Schulungen in sächsischen Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen
  • Verleihung des Unternehmens-Awards „vis-a-vis“
  • berufsbezogene Deutschkurse

Art des Angebots:

  • Informations-/Beratungsstelle
  • Aus-/Weiterbildungsangebot

Zielgruppen der Angebote:

  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • Lehrkräfte
  • Betriebliche Akteurinnen und Akteure
  • Öffentliche Verwaltungen

Flyer

Projektergebnisse


Produkte

Beschreibung des Produkts:

  • Film: „Cooking International Stereotypes“
  • Filmbeitrag von Schekker(Jugendinfodienst der Bundesregierung): Thema Integration
  • „Integration und Interkulturalität, Bedarfe und Strategien sächsischer Arbeitgeber“
  • „Wege in die berufliche Ausbildung, Ergebnisse der Verbleibsuntersuchung Jugendlicher und junger Erwachsener in Sachsen“ (Teil 1, Teil 2)
  • „Handlungsempfehlung zur Erhöhung der sprachlichen Kompetenz beim Berufseinstieg von jungen Menschen mit Migrationshintergrund“
  • „Handreichung zur Qualitätssicherung bei der Integration von Migrantinnen und Migranten“
  • praxisorientierte Verlaufsbeschreibung der Sprachschulungen im Projekt XENOS-GE.W.IN.N.

www.xenos-gewinn.de

www.schekker.de

Art des Produkts:

  • Leitfaden
  • Informationsmaterial
  • Lehr-/Werbefilm

Zielgruppen der Produkte:

  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • Lehrkräfte
  • Betriebliche Akteurinnen und Akteure
  • Öffentliche Verwaltungen

Erfolge

  • Beratung/ Coaching von 196 jungen Migrantinnen und Migranten
  • 116 Vermittlungen in Arbeit, Ausbildung, Praktikum oder Qualifikation
  • Schriftliche Befragung zu den Übergängen von der allgemeinbildenden Schule in die berufliche Ausbildung mittels Fragebogen von 200 Personen im Alter zwischen 16- 25 Jahren mit Migrationshintergrund in Sachsen:

67 Unternehmen unterstützten aktiv das Projekt

141 Unternehmen profitierten insgesamt aus der Arbeit mit GE.W.IN.N.

  • Erweiterung, Etablierung eines Netzwerkes: Es wurde ein weitreichendes Netzwerk aufgebaut, welches über die Projektlaufzeit hinaus bestehen wird und intensiv gepflegt und erweitert werden wird.
  • 4 Veranstaltungen wurden mit Erfolg durchgeführt. Davon eine Berufs- und Bildungsbörse mit Expertenforum sowie die Verleihung des Unternehmensawards "vis-a-vis" für ein engagiertes, migrationsoffenes sächsisches Unternehmen
  • interkulturelle Schulungen von Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen (darunter fünf Ausländerbehörden Sachsens) und Multiplikator/-innen in 883 Stunden

Netzwerke

Beschreibung des Netzwerkes:

Seit dem dritten Quartal 2013 hat sich die Projektarbeit nach intensiver, regelmäßiger Teilnahme und Mitarbeit der Projektmitarbeitenden in Arbeitskreisen von Migrantenorganisationen (z.B. AG- junge Migranten) und des sächsischen Ausländerbeauftragten (NIMS) in den regionalen Netzwerken etabliert. Besonders die enge Zusammenarbeit mit den Jugendmigrationsdiensten und dem Ausländerrat Dresden e.V. haben sich bewährt.

Die erfolgreiche, gemeinsame Vorbereitung und Durchführung des 3. Expertenforums mit Berufs- und Bildungsbörse im Sächsischen Ministerium der Finanzen veranschaulichte beispielhaft die gelungene Netzwerkarbeit und ist in dieser Form einzigartig in Sachsen. Eine effektive und bewährte Arbeitsweise besteht darin, dass Handwerksunternehmen durch die Projektmitarbeitenden der Handwerkskammer und Industrieunternehmen durch die Projektmitarbeitenden des BSW betreut worden sind.

Die Kontakte zu Vereinen, Initiativen, öffentlichen Einrichtungen und Verwaltungen werden entsprechend der Aufgaben im Projekt unter den Verbundpartnern aufgeteilt. Die Kooperationspartner/-innen wurden darüber hinaus über Neuerungen im Projekt informiert, erhielten den halbjährlich erscheinenden Infobrief und Informationen zu Veranstaltungen und aktuellen Entwicklungen. Das setzte klare Absprachen und Zuständigkeiten sowie intensive transparente Kommunikationsstrukturen im Netzwerk voraus. Monatliche Projektberatungen, Mailings, Telefonkonferenzen und persönliche Arbeitstreffen waren daher wesentlicher Bestandteil der Netzwerkarbeit.

Art des Netzwerkes:

  • Netzwerk
  • Arbeitsgruppe

Zielgruppen der Netzwerke:

  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • öffentliche Verwaltungen

Verstetigung und Transfer

Im Beratungsbereich ist die Methode des Matchings in allen berufsrelevanten Beratungssituationen übernommen worden und ist vereinbar mit anderen Konzepten der Berufsberatung.

Auch nach Projektende werden die Ansprechpartner/-innen für die jungen Migrant/-innen erhalten bleiben.

Es besteht die Möglichkeit, dass Berufsberater/-innen des bsw und der HWK Ratsuchende in die regulären Beratungsangebote übernehmen können.

Projektprodukte werden im Netzwerk angeboten.

Die Berufs-und Bildungsbörse wird auch in den Folgejahren in Zusammenarbeit mit HWK und Ausländerrat wieder durchgeführt.

Folgende Veröffentlichungen stehen zur Nachnutzung zur Verfügung:

  • „Integration und Interkulturalität, Bedarfe und Strategien sächsischer Arbeitgeber“
  • „Wege in die berufliche Ausbildung, Ergebnisse der Verbleibsuntersuchung Jugendlicher und junger Erwachsener in Sachsen“
  • „Handlungsempfehlung zur Erhöhung der sprachlichen Kompetenz beim Berufseinstieg von jungen Menschen mit Migrationshintergrund“
  • „Handreichung zur Qualitätssicherung bei der Integration von Migrantinnen und Migranten“

Bedarfsorientierte, interkulturelle Schulungen für sächsische Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen, Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, Mitarbeitende und Personalleiter/-innen werden über den Projektpartner HWK Dresden weiter angeboten.

Die Verleihung des Unternehmens-Awards „vis-a-vis“ für die Umsetzung von Unternehmenskonzepten für eine migrationsoffene Unternehmenskultur soll auch in den Folgejahren umgesetzt werden.

Der Film zum Workshop: „Cooking International Stereotypes“ verdeutlicht auf kreative Weise die Arbeit im Projekt.

Unter der Schirmherrschaft der sächsischen Staatsministerin für Migration werden ab 2015 die Netzwerke in die Planung und Strukturierung und Lösung migrationsrelevanter Aufgaben in Sachsen einbezogen.

Kontakt

  Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft gGmbH
Rudolf-Walther-Straße 4
01156 Dresden

Ansprechpartner/-in:
Ilona Weidner
0351 425 0248
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www.xenos-gewinn.de
 
Aktuelle Seite: XENOS-Projekte Projektprofile Lernort 3 GE.W.IN.N - GEmeinsam neue Wege gehen - INtegration von Migrantinnen und Migranten in berufsrelevante Qualifizierungen

Europäischer Sozialfonds Bundesministerium für Arbeit und Soziales Europäische Union

Das Projekt "XENOS Panorama Bund" wird im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS – Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.