Heavy Metal - Unsere Zukunft im Metallhandwerk

 

 

Mit dieser Initiative sollten Unternehmen bei der Nachwuchsgewinnung unterstützt und Jugendliche für eine Ausbildung im Metallhandwerk begeistert werden.

 


D
as Projekt

           
  Projektname: Heavy Metal - Unsere Zukunft im Metallhandwerk  

 
  Projektträger: Bundesverband Metall
Huttropüstraße 58
45138 Essen
   
  Verbundpartner: Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk e.V.
Bildungswerk Deutscher Metallhandwerke
Bundesverband Metall
   
  Lernort:
Unternehmen und öffentliche Verwaltungen    
  Umsetzungsort:
Bundesweit (insbesondere Nordrhein-Westfalen, Berlin-Brandenburg)    
  Kernaktivitäten: Unternehmenskooperation, Organisationsentwicklung, Lokale und Regionale Entwicklung, Diversity Management    
  Zielgruppen: Schüler/-innen, Menschen mit Migrationshintergrund,
Betriebliche Akteure
   
  Laufzeit: 01.01.2012 - 31.12.2014    
         


Über das Projekt

Beschreibung

Der demografische Wandel stellt das Metallhandwerk vor die existenzielle Herausforderung, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen mitunter über die Gewinnung guten Fachpersonals zu sichern. Die nachhaltige interkulturelle Öffnung des Metallhandwerks und die Schaffung eines einheitlichen bundesweiten Systems der Berufsorientierung im Metallhandwerk standen im Fokus des Projektvorhabens „Heavy Metal – Unsere Zukunft im Metallhandwerk“. Dieses Ziel wurde insbesondere über einen systemischen Multiplikatoren-Ansatz realisiert. Interessierte ehrenamtliche Mitglieder der Innungen des Metallhandwerks wurden in zweitägigen Schulung zum „BerufsOrientierungsBeauftragter (BOB) im Metallhandwerk“ (im Folgenden „BOB“ genannt) geschult, interkulturell sensibilisiert und bei der Gewinnung der neuer Zielgruppen gestärkt. Als weiterer Bestandteil des BOB-Ansatzes wurden kontinuierlich bedarfsgerecht gestaltete BOB- Coachings, an denen alle geschulten BOBs partizipieren konnten, angeboten. Darüber hinaus wurden nachhaltige BOB-Netzwerke, zu denen nicht nur die Vernetzung der BOB untereinander, sondern auch die Pflege bzw. Initiierung des Austausches und der Kooperation mit Metallhandwerksorganisation und anderen relevanten Akteuren der Berufsorientierung in der Region, beispielsweise Schulen und Agenturen für Arbeit zählt, herausgebildet und etabliert. Die Ansprache und Erschließung junger Erwachsener mit und ohne Migrationshintergrund, junger Frauen und praktisch begabter Jugendlicher für die vielfältigen Karrieremöglichkeiten im Metallhandwerk sollte zudem mittels zielgruppenadäquatem Berufsmarketing über das Berufslaufbahnkonzepts des Metallhandwerks und einer neu gestalteten Nachwuchswebsite erfolgen.


Ziele

Das konkrete Ziel des Projekts „Heavy Metal – Unsere Zukunft im Metallhandwerk“ bestand in der nachhaltigen interkulturellen Öffnung des Metallhandwerks. Dies sollte mithilfe der Neuausrichtung der dortigen Berufsorientierung, insbesondere durch die Sensibilisierung und Schulung von ehrenamtlichen Mitgliedern der Innungen des Metallhandwerks – die sich aus den Unternehmer/-innen der Betriebe des Metallhandwerks zusammensetzen – zu sogenannten Berufsorientierungsbeauftragten und deren Unterstützung bei ihrer Nachwuchsgewinnung erreicht werden. Ein weiteres Ziel war das Aufzeigen der Karrieremöglichkeiten im Metallhandwerk für die Zielgruppe der jungen Migranten und Migrantinnen, Frauen und praktisch Begabten und deren Gewinnung für eine Ausbildung im Metallhandwerk.

Methoden

  • Wissensvermittlung
  • Coaching
  • Strukturbildung
  • Beratung von Institutionen

Angebote

Beschreibung des Angebots:

BOB-Schulungen: Für die Schulung der Unternehmerinnen und Unternehmer zu „BOB im Metallhandwerk“ wurde ein zweitägiges Schulungskonzept entwickelt. Neben kurzen thematischen Inputs durch verschiedene Referent/-innen der Verbundpartner und externer Fachleute zu unterschiedlichen Themen, wurden in Kleingruppen durchgeführte Workshop-Phasen, und weiteren Methoden, u.a. kreative Ideensammlungen und moderierten Diskussionen, Strategien dazu entwickelt, wie bisherige Schwierigkeiten bei der Nachwuchsgewinnung überwunden und alle Potenziale am Ausbildungsmarkt erschlossen werden können. Darauf aufbauend entwickelten die BOB individuelle UmsetzungspläneUmsetzungsplan – Mein Ziel für meine Innung“, die den BOB im Nachgang ihrer Qualifizierung zu Fachmännern und -frauen als Grundlage für ihre Aktivitäten dienten.

BOB-Coachings: Der zweite Bestandteil des BOB-Ansatzes waren die BOB-Coachings, die kontinuierlich angeboten wurden und an denen alle geschulten BOBs partizipieren konnten. Die bedarfsgerecht gestalteten Coachings boten den BOBs die Möglichkeit ihre bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung ihrer Nachwuchsaktivitäten auszutauschen, weitere Hilfestellungen durch das Heavy Metal-Team zu erhalten und neue Ideen für konkrete Maßnahmen zu entwickeln und zu planen. Darüber hinaus wurden die BOB bei der Umsetzung Ihrer Aktionen zur Nachwuchsgewinnung durch den Innungsbeauftragten im Vorfeld unterstützt und vor Ort begleitet.

Zielgruppen der Angebote:

  • Betriebliche Akteurinnen und Akteure

Projektergebnisse

Produkte

Beschreibung des Produkts:

Zur Unterstützung der BOB bei der Umsetzung ihrer Aktionen im Nachgang der Schulungen und Coachings erhielten diese den sogenannten „BOB-Ordner“, mit den umfangreichen Schulungsunterlagen und den „BOB-Koffer“. Letzterer wurde kontinuierlich erweitert und enthielt neben verschiedenen „Checklisten“ zur Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung, ein Werbemittelpaket und eine PPP zur Nachwuchssicherung für die Vorstellung in den Innungen. Das neue Berufslaufbahnkonzept im Metallhandwerk als einheitliche Grundlage für die Berufsorientierung und Karriereberatung im Metallhandwerk zur Ansprache und Gewinnung junger Erwachsener mit und ohne Migrationshintergrund, junger Frauen und praktisch begabter Jugendlicher wurde genauso im Rahmen des Projektes entwickelt wie die neue Nachwuchswebsite „metallausbildung.info“ mit verbesserter jugendgerechter Ansprache und Imagewerbung für Berufe des Metallhandwerks. Als ein weiteres Produkt wurde die Sonderausgabe Metall der „handfest“ mit Fokus auf die Zielgruppe und das erweiterte Berufslaufbahnkonzept neu überarbeitet.

Art des Produkts:

Zielgruppen der Produkte:

  • Betriebliche Akteurinnen und Akteure

Erfolge

Im Rahmen von „Heavy Metal“ wurden bundesweit 6 Schulungen und ein Workshop realisiert, aus denen 51 BOB und zusätzlich 16 geschulte Jungunternehmer hervorgegangen sind. Bis Projektende werden 7 Coachingtreffen zu verschiedenen Themenschwerpunkten durchgeführt sein. Innerhalb der Schulungen und Coachings erstellten die BOB individuelle und ganz konkrete Umsetzungspläne für Nachwuchsgewinnungsaktionen der eigenen Innung oder des eigenen Betriebs, die in verschiedenen Aktionen bereits verwirklicht wurden. Dazu zählen u.a. der Aufbau von Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen, die Gewinnung weiterer ehrenamtlicher BOB, die Kontaktherstellung zu Agenturen für Arbeit sowie zu Migrant/‑innenorganisationen und die Beteiligung auf diversen Berufsinformationstagen, u.a. auch auf dem Girls` Day. Bis September 2014 erreichten die BOB 565 Jugendliche und es konnten 286 Multiplikatoren angesprochen und informiert werden. Eine innerhalb eines Coachingtreffens entstandene Idee für eine gebündelte BOB-Aktion wurde im September 2014 realisiert: der BOB-initiierte bundesweite Jugendwettbewerb um die schönste Metallrose. Zur Ansprache und Gewinnung junger Erwachsener mit und ohne Migrationshintergrund, junger Frauen und praktisch begabter Jugendlicher wurde das Berufslaufbahnkonzept des Metallhandwerks als einheitliche Grundlage für die Berufsorientierung und Karriereberatung im Metallhandwerk erweitert und um die Darstellung attraktiver Einstiegs- und Aufstiegsoptionen anhand von Bildern und persönlichen Erfolgsgeschichten sowie der Betonung der zweijährigen Berufsausbildungen ergänzt. Parallel dazu wurde die neue Nachwuchswebsite mit verbesserter jugendgerechter Ansprache und Imagewerbung für Berufe des Metallhandwerks neu gestaltet. Ergänzend zu diesen Aktivitäten wurde die Sonderausgabe Metall der „handfest“ mit Fokus auf die Zielgruppe und das erweiterte Berufslaufbahnkonzept neu überarbeitet.

Netzwerke

Beschreibung des Netzwerkes:
Das dritte Element des BOB-Ansatzes bestand in der Herausbildung und Etablierung von BOB-Netzwerken, die über die Projektlaufzeit hinaus fester Bestandteil der Berufsorientierung im Metallhandwerk bleiben sollen. Neben der Vernetzung der BOB im Rahmen der Coachingtreffen bestand eine weitere Möglichkeit der BOBs, sich sowohl untereinander als auch mit dem Projektteam über die Kommunikationsplattform q-online auszutauschen, in der eine geschlossene Gruppe der BOB im Metallhandwerk eingerichtet wurde. Die Aktivitäten der BOB verstetigten sich über die Pflege bzw. Initiierung des Austausches und der Kooperation mit relevanten Akteuren der Berufsorientierung in der Region, beispielsweise mit Schulen, Agenturen für Arbeit, Migrantenorganisationen und Bildungsträgern. Darüber hinaus hat sich das interne Netzwerk der Metallhandwerksorganisationen im Rahmen der gemeinsamen Aktivitäten zum Thema der Nachwuchssicherung zu dem der Bundesverband, die angeschlossenen Landesverbände, Innungen und Betriebe zählen, weiter ausgebaut und verstetigt.

Art des Netzwerkes:

  • Netzwerke

Zielgruppe des Netzwerkes:

  • Betriebliche Akteurinnen und Akteure

Verstetigung und Transfer

Zur Sicherung der Nachhaltigkeit und zur langfristigen Stärkung der neuen Berufsorientierung im Metallhandwerk wurden die in den beiden Modellregionen Nordrhein-Westfalen und Berlin-Brandenburg durchgeführten Aktivitäten und Schulungen in einem zweiten Schritt auf die vier Transferregionen Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg/Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz ausgeweitet. Die bundesweite Umsetzung der Schulungen zum BerufsOrientierungsBeauftragten im Metallhandwerk und der themenspezifischen Coachings wird über die Projektlaufzeit hinaus als Regelleistungen vom Bildungswerk Deutscher Metallhandwerke weitergeführt werden.

Die im Rahmen des Projektes „Heavy Metal“ entstandenen Produkte, wie beispielsweise die Schulungs- und Coachingkonzepte, aber auch der BOB-Ordner und -koffer werden übernommen und aufbauend auf die Evaluationsergebnisse angepasst.

Das Netzwerk der BOB im Metallhandwerk wird dementsprechend weiter auf- und ausgebaut werden. Der Innungsbeauftragte und eine weitere Projektmitarbeiterin werden über das Projekt hinaus weiter beschäftigt.

Kontakt

  Bundesverband Metall
Huttropüstraße 58
45138 Essen

Ansprechpartner/-in:

Diether Hils
0201 89619 11
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www.metallhandwerk.de
 
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