KIBA - Kommunale Integration, Beschäftigung und Arbeitsmarkt

KIBA befasst sich mit der der praktischen Gestaltung der interkulturellen Öffnung, Ausrichtung und Qualifizierung in Verwaltung, Betrieb und Beruf und trägt zu kommunaler und betrieblicher Integration und zur Entwicklung interkultureller Kompetenz bei, fördert interkulturelle Karrieren und berücksichtigt dabei benachteiligte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit und ohne Zuwanderungsgeschichte.


Das Projekt

           
  Projektname: KIBA - Kommunale Integration, Beschäftigung und Arbeitsmarkt  

 
  Projektträger: Universität Duisburg Essen (UDE)
Forsthausweg
247057 Duisburg
   
  Verbundpartner: Jobcenter Duisburg, Essener Arbeit Beschäftigungsgesellschaft (EABG), Volkshochschule Dortmund    
  Lernort:
Unternehmen und öffentliche Verwaltungen    
  Umsetzungsort:
Duisburg, Essen, Dortmund    
  Kernaktivitäten: Berufsorientierung, Übergangsmanagement, Ausbildung, Bildungsarbeit, Organisationsentwicklung, Interkultureller Austausch, Lokale/Regionale Entwicklung, Diversity Management    
  Zielgruppen: Jugendliche, Erwerbstätige, Auszubildende, Selbstständige, Arbeitslose, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen    
  Laufzeit: 01.05.2012 – 31.12.2014    
         


Über das Projekt

Beschreibung

KIBA befasste sich in der Metropole Ruhr im strategischen Kontext der „Städtekooperation Integration. Interkommunal“ an drei Schnittstellen im Arbeitsmarkt mit der praktischen Gestaltung der interkulturellen Öffnung, Ausrichtung und Qualifizierung. An der Schnittstelle Qualifizierung war die Essener Arbeit/EABG, an der Schnittstelle Vermittlung das Jobcenter Duisburg und an der Schnittstelle Beschäftigung die VHS Dortmund tätig, die in einem Projektnetzwerk, in Kooperation mit der Kompetenzwerkstatt, KMUs beriet.

KIBA arbeitete in einer logisch aufeinander aufbauenden und sich ergänzenden arbeitsmarktlichen Prozesskette und verband institutionelle und personale Elemente der interkulturellen Öffnung und Ausrichtung. Die institutionelle Nachhaltigkeit von Diversitykonzepten verwirklichte sich nur durch die systematische Eingliederung dieser Konzepte in die Regelstrukturen und die Regelpraxis der jeweiligen Institution. Deshalb war auch die Organisation der Eingliederung und des Transfers von Maßnahmen integraler Bestandteil des Projekts KIBA.

Interkulturelle Öffnung und Ausrichtung können aber auch nur dann nachhaltig wirken, wenn sie von grundlegender Akzeptanz kultureller und individueller Vielfalt in der jeweiligen Institution getragen werden. Und ganz wichtig ist ein dritter Aspekt: Letztlich verwirklicht sich die interkulturelle Öffnung und Ausrichtung einer Institution in der interkulturellen Handlungskompetenz der in der Institution lebenden und arbeitenden Menschen. Oder sie verwirklicht sich nicht: Nicht Jede/r muss jede/n mögen, aber niemand darf andere diskriminieren.

Um praxisnah zu agieren, wurde in der ersten Projektphase, im Rahmen von Diversity-Checks, die Vielfalt der beteiligten Führungskräfte und Mitarbeiter/innen zum Ausgangs- und Bezugspunkt der Projektarbeit gemacht. KIBA ging dabei über die „Heilige Drei-Einfaltigkeit" Geschlecht/Gender, Herkunft und Alter hinaus und erfasste alle relevanten Elemente der organisationskulturellen Vielfalt.


Ziele

KIBA entfaltete nachhaltige Wirkung bei der Interkulturellen Öffnung und Ausrichtung von Verwaltung und Unternehmen, durch die Verbindung von strukturellen Elementen der Organisations- und Personalführung ("Diversity-Management") mit der individuellen Initiierung, Vertiefung und qualitativen Erweiterung interkultureller Kompetenz(en).

Methoden

  • Wissensvermittlung
  • Interkulturelle Trainings
  • Coaching
  • Kompetenzfeststellung
  • Strukturbildung
  • Mittlertätigkeit
  • Beratung von Institutionen

Angebote

Beschreibung des Angebots:
Die Verantwortlichen des Projekts KIBA, das gilt insbesondere für den Träger Rhein Ruhr Institut für Sozialforschung und Politikberatung an der Universität Duisburg Essen, erstellten auf Nachfrage Beratungs- und Trainings-Angebote im Themen- und Aufgabenfeld "Interkulturelle Öffnung und Ausrichtung / Diversity-Management / Interkulturelle Kompetenz".

Art des Angebots:

  • Informations-/Beratungsstelle
  • Koordinierungsstelle
  • Aus-/Weiterbildungsangebot

Zielgruppen der Angebote:

  • Auszubildende
  • Strafgefangene
  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • Lehrkräfte
  • Betriebliche Akteur/-innen
  • öffentliche Verwaltungen
  • Arbeitslose
  • Eltern

Projektergebnisse


Produkte

Beschreibung des Produkts:

(1) Diversity-Checks, inkl. Interviewer-Leitfäden und Fragebögen

(2) Konzeptionelle Anleitungen zum Zusammenhang der strukturellen Elemente der Organisations- und Personalführung ("Diversity-Management") und der personalen Elemente der Interkulturellen Kompetenz ("Training/Coaching")

(3) Trainerhandbücher

(4) Trainingsmaterialien

(5) Handlungsbuch "Interkulturelle Öffnung und Ausrichtung von Verwaltung und Unternehmen"

(6) Folienvortrag auf der Transfertagung von Xenos Panorama Bund

Anmerkung: Die Materialen werden an dieser Stelle nicht hochgeladen, sondern sind ggf. über die Projektverantwortlichen zu erhalten bzw. einzusehen.

www.xenos-kiba.de

Art des Produkts:

  • Lehr-/Lernmaterial
  • Qualifizierungsmodul
  • Leitfaden
  • Informationsmaterial
  • Strategiepapier

Erfolge

KIBA hat stets den Zusammenhang struktureller Elemente der Organisations- und Personalentwicklung und der personalen interkulturellen Kompetenz betont. Es ist ein großer Erfolg, dass am Abschluss an das Projekt ein Handlungsbuch "Interkulturelle Öffnung und Ausrichtung von Verwaltungen und KMU’s" entstanden ist (Hrsg: Städteinitiative Integration.Interkommunal.

Verstetigung und Transfer

An allen drei Schnittstellen des Arbeitsmarktes konnten die Projektaktivitäten verstetigt werden (vergl. Projekterfolge). Der Transfer der Projektergebnisse wird insbesondere durch die strategische Projektpartnerin „Städteinitiative Integration. Interkommunal“ in der Metropole Ruhr getragen. So haben auf deren 4. Interkommunalen Forum die Projektverantwortlichen der Teilprojekte Jobcenter Duisburg, EABG, VHS Dortmund mit der Kompetenzwerkstatt Dortmund und des Trägers Rhein-Ruhr Institut an der Universität Duisburg Essen das Konzept, die Arbeit und die Ergebnisse des Projekts vorgestellt und darüber mit den Besucher/-innen diskutiert. Vor allem wird das in den "Projekterfolgen" erwähnte Handlungsbuch 7 "Interkulturelle Öffnung und Ausrichtung von Verwaltungen und Unternehmen" der Schriftenreihe "Vielfalt schafft Zukunft" den Transfer der Projektergebnisse in der Metropole Ruhr nachhaltig befestigen.

Der Ergebnistransfer war von vornherein ein wichtiges und planvoll angelegtes Thema des Projekts KIBA. Darüber und die Frage, wie dieser Transfer herzustellen und zu sichern ist, haben die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Projektträgers RISP/UDE, Peter Krumpholz und Jörg Renner, auf der Transfertagung von Xenos Panorama Bund am 02./03.12.2013 in Essen referiert ("Projektergebnisse transferieren – Verstetigung und Transfer - wie geht das?").

Kontakt

  Universität Duisburg Essen (UDE)
Forsthausweg 2
47057 Duisburg

Ansprechpartner/-in:
Jörg H. Renner
0203 2809 917
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www.xenos-kiba.de
 
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Europäischer Sozialfonds Bundesministerium für Arbeit und Soziales Europäische Union

Das Projekt "XENOS Panorama Bund" wird im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS – Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.