IKIP - Interkulturelle Kompetenz und Inklusion in der Personalauswahl der Polizei

Interkulturelle Kompetenzen im Personalauswahlverfahren der Polizei in NRW sollen stärker berücksichtigt und gleichzeitig der Abbau ungewollter Zugangsbarrieren zum Polizeidienst für Bewerber/-innen mit Migrationshintergrund erreicht werden.


Das Projekt

           
  Projektname: IKIP - Interkulturelle Kompetenz und Inklusion in der Personalauswahl der Polizei  

 
  Projektträger: Fachhochschule Köln
Ubierring 48
50678 Köln
   
  Lernort:
Unternehmen und öffentliche Verwaltungen    
  Umsetzungsort:
Nordrhein-Westfalen    
  Kernaktivitäten: Organisationsentwicklung, Diversity Management    
  Zielgruppen: Menschen mit Migrationshintergrund, öffentliche Verwaltungen    
  Laufzeit: 01.01.2012 – 31.12.2014    
         


Über das Projekt

Beschreibung

Das Projekt setzte sich aus den folgenden drei Teilen zusammen:

1. Präzisierung des interkulturellen Kompetenzprofils für den Polizeidienst:

Auf Grundlage einer Literaturrecherche wurden die in der aktuellen Forschung als besonders relevant erachteten Bereiche interkultureller Kompetenz bestimmt. Mit Hilfe einer explorativen Anforderungsanalyse wurde das spezifische Profil interkultureller Kompetenz für den Polizeidienst präzisiert. Auf Grundlage der Ergebnisse der empirischen und theoretischen Analysen wurden verschiedene Möglichkeiten einer interkulturellen Modifikation des Kompetenzprofils der Polizei NRW sowie neue Instrumente zur Erfassung interkulturell relevanter Kompetenzaspekte entwickelt.

2. Überprüfung und Verbesserung der Kulturfairness bestehender Instrumente/ Methoden:

Das Auswahlverfahren der Polizei NRW (PC-Test und Assessment Center) wurden anhand der Daten eines Bewerber/-innenjahrgangs in Hinblick auf dessen Kulturfairness analysiert. Es wurde genau erkennbar, an welchen Stellen sich die Erfolgsquoten von Bewerber/-innen mit und ohne Migrationshintergrund unterschieden. Zur Erklärung sog. "Adverse Impact"-Effekte wurden verschiedene Hypothesen entwickelt und diskutiert sowie ein Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Kulturfairness formuliert.

3. Entwicklung und Erprobung eines interkulturellen Schulungsangebotes für die Mitglieder von Auswahlkommissionen:

Im letzten Projektjahr wurden über 120 Mitglieder polizeilicher Auswahlkommissionen für kulturelle und sprachliche Faktoren im Auswahlprozess sensibilisiert. Die Veranstaltungen wurden sehr positiv aufgenommen.


Ziele

Das Projekt zielte auf verbesserte strukturelle Voraussetzungen für eine interkulturelle Kompetenzentwicklung des Personals der Polizei sowie auf verbesserte Bedingungen für eine Inklusion von Migrantinnen und Migranten in der Polizei.

Methoden

  • Interkulturelle Trainings
  • Beratung von Institutionen

Angebote

Zielgruppen der Angebote:

  • Schüler/-innen
  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • Öffentliche Verwaltungen

Projektergebnisse

Produkte

Art des Produkts:

  • Qualifizierungsmodul
  • Strategiepapier

Zielgruppen der Produkte:

  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • Öffentliche Verwaltungen

Erfolge

Die Polizei NRW verfügt über

(a) ein theoretisch besser fundiertes und empirisch stärker abgesichertes interkulturelles Anforderungsprofil,

(b) Vorschläge für eine Modifikation des Anforderungsprofils sowie für Instrumente zur Erfassung interkultureller Kernkompetenzen für den Polizeidienst,

(c) Wissen über die "Adverse Impact"-Effekte im aktuellen Auswahlverfahren,

(d) Vorschläge für Maßnahmen zur Verbesserung der kulturellen Fairness des Auswahlverfahrens

(e) ein erprobtes und von der Zielgruppe positiv aufgenommenes Schulungskonzept für die Rater im Auswahlverfahren zu den Themen interkulturelle Sensibilität und Methodik der Kompetenzdiagnose.


Verstetigung und Transfer

Der Projektpartner Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW plant die Fortsetzung der interkulturellen Schulungen für die Mitglieder von Auswahlkommissionen. In Zukunft soll außerdem bereits im Verlauf der Ausbildung der sog. Rater auf interkulturelle Aspekte bei der Personalauswahl eingegangen werden. Darüber hinaus hat die für die Personalwerbung zuständige Abteilung Interesse an einer Analyse der interkulturellen Angemessenheit von Strategien und Maßnahmen der Personalwerbung sowie an interkulturellen Schulungen von Personalverantwortlichen angemeldet. Die Verstetigung der übrigen Projektergebnisse obliegt dem für die Polizei zuständigen Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW. Die Projektergebnisse wurden den Verantwortlichen der entsprechenden Abteilung vorgestellt und die Implikationen mit diesen diskutiert. Daneben wurden die Ergebnisse auch dem für Integrationsfragen zuständigen Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW präsentiert.

Kontakt

  Fachhochschule Köln
Ubierring 48
50678 Köln

Ansprechpartner/-in:
Alexander Scheitza
0221-8275-3359
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.kopf.ik-bildung.fh-koeln.de
 
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