Option - Kultur

In jeder Stadt des Landkreises Recklinghausen soll künftig ein „Haus der sozialen Leistungen“ dafür sorgen, dass die hilfesuchenden Bürger/-innen „Hilfe aus einer Hand“ bekommen. Lotsinnen und Lotsen sorgen für kompetente und kundengerechte Beratung der Bezieher/-innen sozialer Leistungen. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltungen werden Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Kundenorientierung angeboten.


Das Projekt

           
  Projektname: Option - Kultur  

 
  Projektträger: Kreis Recklinghausen
Kurt-Schumacher-Allee 1
45657 Recklinghausen
   
  Verbundpartner: Rhein-Ruhr Institut Duisburg, Bildungszentrum des Handels e.V. Recklinghausen, Stadt Recklinghausen    
  Lernort:
Unternehmen und öffentliche Verwaltungen    
  Umsetzungsort:
Kreis Recklinghausen    
  Kernaktivitäten: Ausbildung, Organisationsentwicklung, Lokale/Regionale Entwicklung, Diversity Management    
  Zielgruppen: Mitarbeiter/-innen in Verwaltungen und bei freien Trägern, Lotsinnen und Lotsen, Führungskräfte, Migrantenselbstorganisationen, weitere Institutionen    
  Laufzeit: 01.01.2012 – 31.12.2014    
         


Über das Projekt

Beschreibung

Im Rahmen des Projektes „Option Kultur“ richtete der Projektverbund gemeinsam mit den 11 Verwaltungen im Kreis u.a. den Kundenkontakt, bestehende Angebote und Informationswege stärker auf die Vielfalt der Personen, die im Kreis leben, hin aus. Aus diesem Grund waren die beiden Hauptziele des Projekts, die Vielfalt in der Verwaltung zu fördern sowie für Chancen und Herausforderungen rund um das Thema „Vielfalt“ zu sensibilisieren. Konzepte von Vielfalt gehen davon aus, dass es eine Gesellschaft bereichert, wenn Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit ernst genommen werden. Was bedeutet dies für eine Verwaltung, die für alle da ist, zu der alle einen Zugang finden können? Das Projekt hat über den breiten Diversity-Ansatz Anknüpfungspunkte sowohl bei den ländlich geprägten kleineren Stadtverwaltungen als auch bei verschiedenen Fachbereichen in den urbanen Strukturen finden können.

Ziele

  • Interkulturelle Öffnung der Verwaltung
  • Kompetentere, individuellere und effektivere Beratung und Unterstützung von Menschen unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft (insbesondere SBG II)
  • Interkulturelle Öffnung weiterer Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, freie Träger etc.)

Methoden

  • Wissensvermittlung
  • Interkulturelle Trainings
  • Strukturbildung

Angebote

Beschreibung des Angebots:

  • partizipative Projektentwicklung mit jeder einzelnen der 11 Verwaltungen, einzelnen Aufgabenbereichen und Akteuren außerhalb der Verwaltung.
  • kreisweites Integrationstreffen/ Markt der Möglichkeiten, Stadtteilfeste zum gegenseitigen Austausch
  • Fachtagungen zur Ermittlung des individuellen Schulungsbedarfs
  • Begleitung von Schulungen bei Bedarf

Art des Angebots:

  • Aus-/Weiterbildungsangebot

Zielgruppen der Angebote:

  • Schüler/-innen
  • Auszubildende
  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • Lehrkräfte
  • Öffentliche Verwaltungen

Projektergebnisse

Produkte

Beschreibung des Produkts:

  • gemeinsame Broschüre von vier XENOS-Projekten zu den Erfahrungen im Projekt
  • Produkte der Öffentlichkeitsarbeit: Flyer, Newsletter, Broschüren, Imagekampagne, Ausbildungsmarketing
  • verschiedene Netzwerke zum Thema Vielfalt, interkulturelle Öffnung, feste Arbeitskreise im Personalbereich
  • Artikel: „Verwaltung interkulturell erneuern"

Art des Produkts:

  • Lehr-/Lernmaterial
  • Qualifizierungsmodul
  • Leitfaden
  • Informationsmaterial

Zielgruppen der Produkte:

  • Schüler/-innen
  • Auszubildende
  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • Lehrkräfte
  • Öffentliche Verwaltungen

Erfolge

Neben den offensichtlich relevanten Handlungsbereichen mit hohem Kundenkontakt – u.a. Soziales, Jugend und Familie, Hilfe zur Pflege und Jobcenter – konnten ebenfalls der Bereich Tourismus, das Ordnungswesen, die Kreiskasse, die Feuerwehr und Schulsekretär/-innen für den Diversity-Ansatz sensibilisiert werden. Gerade weil die Handlungsfelder der verschiedenen Verwaltungsbereiche komplexer und die Bedürfnislagen der Bürgerinnen und Bürger heterogener werden, ist dieser Ansatz so relevant für eine „gesunde“ und handlungsfähige Verwaltung. Die Beschäftigten befassen sich bewusster mit den unterschiedlichen Hintergründen und Haltungen innerhalb der Belegschaft und der Kundschaft und können so langfristig ihre Arbeitsabläufe erleichtern und zusätzlichen Druck abbauen. Die Kunden und Kundinnen können Anerkennung erfahren und erkennen: „Auch ich werde gesehen und ernst genommen“. Die Basis für eine funktionierende Demokratie kann auch hierdurch in der örtlichen Gemeinschaft gestärkt werden.

Netzwerke

Beschreibung des Netzwerkes:

Lotsen und Lotsinnen in den Häusern der sozialen Leistungen, Ausbildungsleiter/-innen der elf Verwaltungen, Vertreterinnen und Vertreter der Fachbereiche Jungend und Familie, Nachwuchsrekrutierung, Sicherheit, Migrantenorganisationen

Art des Netzwerkes:

  • Netzwerk
  • Arbeitsgruppe

Zielgruppen der Netzwerke:

  • Auszubildende
  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • Lehrkräfte
  • Öffentliche Verwaltungen

Verstetigung und Transfer

Die Zusammenarbeit von Querschnittsbereichen wie die Gleichstellung von Frau und Mann, die Vertretung von Menschen mit einer Behinderung, die Beauftragten für Integration, für Chancengleichheit am Arbeitsplatz und für den demographischen Wandel konnte unter dem Aspekt „Vielfalt“ gemeinsam neue Früchte hervorbringen. Gemeinsam konnte erreicht werden, dass im Rahmen von Dienstbesprechungen, im Kundenkontakt und bei der Personalauswahl Unterschiede ernst genommen und gewinnbringend eingesetzt worden sind. Hierdurch konnten unsere „Pflänzchen“ weiter wachsen:

  • Direkte Zuordnung zum Aufgabenbereich des Landrates und aktive Berücksichtigung im Rahmen der Initiativarbeit Personalentwicklung
  • Einrichtung eines Kommunalen Integrationszentrums zum 01.08.2013, direkt dem Landrat zugeordnet, welches die Schwerpunkte aus dem Projekt verstetigt
  • Konstruktive kreisweite Zusammenarbeit in entscheidenden Bereichen wie u.a.: die Lotsinnen und Lotsen der Häuser der soz. Leistungen, die Ausbildungsleitungen und mit Migrantenselbstorganisationen
  • Auszubildende als Multiplikator/-innen – Ansatz als Baustein in die Verwaltungsausbildung integriert
  • Gemischte Teams – da in absehbarer Zukunft dies ein Muss für die Aufgabenerfüllung der Verwaltung ist!
  • Einbindung vieler Akteurinnen und Akteure außerhalb der Verwaltung

Kontakt

  Kreis Recklinghausen
Kurt-Schumacher-Allee 1
45657 Recklinghausen

Ansprechpartner/-in:
Sabine Fischer
02361 532020
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Europäischer Sozialfonds Bundesministerium für Arbeit und Soziales Europäische Union

Das Projekt "XENOS Panorama Bund" wird im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS – Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.