LAURIN - Regionale Identität und kulturelle Vielfalt als Schlüssel zu zukunftsfähiger Regionalentwicklung, Arbeitsmarktintegration und demokratischer Teilhabe in der Lausitz

 

Ziele des Projekts sind die Stärkung positiver regionaler Identität, die Wahrnehmung der vorhandenen kulturellen Vielfalt als Chance und der Austausch mit anderen Kulturen sowie der Transfer von Wissen und Innovation. Damit werden neue Perspektiven für die regionale Entwicklung der Lausitz länderübergreifend (Brandenburg und Sachsen) entwickelt.


Das Projekt

           
  Projektname: LAURIN - Regionale Identität und kulturelle Vielfalt als Schlüssel zu zukunftsfähiger Regionalentwicklung, Arbeitsmarktintegration und demokratischer Teilhabe in der Lausitz  

 
  Projektträger: M`s Marketing + Kommunikation GmbH
Regionalbüro Lausitz
Inselstraße 30/31
03149 Forst (Lausitz)
   
  Lernort:
Städte, ländlicher Raum und europäische Grenzregionen    
  Umsetzungsort:
Oberlausitz, Niederlausitz    
  Kernaktivitäten: Ausbildung, Bildungsarbeit, Organisationsentwicklung, Interkultureller Austausch, Lokale/Regionale Entwicklung    
  Zielgruppen: Bewohner/-innen in ländlichen Räumen (sorbisch-deutsch geprägte Grenzregion), Auszubildende, Menschen mit Migrationshintergrund, Betriebliche Akteurinnen und Akteure, öffentliche Verwaltungen, Arbeitslose    
  Laufzeit: 01.06.2012 – 31.12.2014    
         


Über das Projekt

Beschreibung

Gemeinsam mit regionalen Akteur/-innen aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Verwaltung, Bildung und Zivilgesellschaft entwickelte LAURIN innovative Projekte, die

  • benachteiligten Zielgruppen eine möglichst dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt ermöglichen
  • extremistischen Einstellungen aktiv entgegenwirken
  • bürgerschaftliches Engagement unterstützen und fördern
  • das Vertrauen in die Gestaltungskraft der eigenen Region stärken und interregionalen und internationalen Austausch fördern
  • durch positive Zukunftsperspektiven und stärkere Vernetzung von Zivilgesellschaft, Kommunen, Wirtschaft und Bildungsinstitutionen die regionale Entwicklung fördern.

Beispielgebend folgende Aktivitäten:

  • Sommeruniversität Lausitzer Dörfer (Studierende der Regionalplanung, Architektur, Soziologie, Kunst, BWL aus 4 Ländern und 10 HS/Unis entwickeln gemeinsam mit Dorfbewohner/-innen Arbeits- und Entwicklungskonzepte für das Dorf)
  • Mentoring für weibliche Fach- und Führungskräfte in der Lausitz
  • Sorbisch modern III und IV
  • Kampagne zur Identität der Lausitz
  • Transnationaler Austausch mit Schottland und Galizien
  • STANDPUNKT LAUSITZ – Ein Podiumsgespräch über Identität und Zukunft der Lausitz im Rahmen der Ersten Brandenburgischen Landesausstellung
  • LAURIN übernahm bei der Entwicklung der einzelnen Innovationsprojekte entsprechend des Bedarfes unterschiedliche Rollen ein:
    • Vermittlung (Projektidee an Partner „verschenken“)
    • Beratung (bei Konzeption, Umsetzungsplanung, Öffentlichkeitsarbeit, Mainstreaming etc.)
    • Mitwirkung (Übernahme von Teilaufgaben, z. B. Bereitstellung/ Erstellung von Inhalten, Moderation von Terminen, Veranstaltungen, Organisation etc.)

Leitung (Leitung/Verantwortung des Projekts für bestimmte Phasen, Umsetzung mit oder ohne Partner, perspektivisch aber immer: Einbindung bzw. Übergabe an Partner)


Ziele

Ziel war die Stärkung einer positiven regionalen Identität, um Potenziale für Regionalentwicklung, Arbeitsmarktintegration und demokratische Teilhabe in der Lausitz innovativ zu entwickeln und die Gestaltungskraft der Akteure und Bewohner/innen somit zu stärken.

Methoden

  • Wissensvermittlung
  • Kreative Methoden
  • Patenmodelle
  • Coaching
  • Case Management
  • Strukturbildung
  • PR-Kampagnen
  • Mittlertätigkeit

Projektergebnisse

Erfolge

Mehrere Projektideen bzw. -aktivitäten wurden in das Regionale Entwicklungskonzept (REK) Cottbus-Guben-Forst aufgenommen. Innerhalb dieses Konzeptes wird die Koordinierung der Umsetzung durch das Projektteam LAURIN empfohlen.

Im Rahmen der „Sommeruniversität Lausitzer Dörfer“ führte die Beteiligung ausländischer Universitäten/Hochschulen zu einem regen Austausch bzgl. Regionaler Entwicklungsstrategien in ländlichen Räumen und deren Akzeptanz bei den Bewohner/-innen. Aber auch Ängsten vor dem Fremden wurde durch die Begegnung mit den ausländischen Studierenden entgegengewirkt. Weiterhin führte dies zu konstruktiven Diskussionsprozessen in Bezug auf die Situationsanalyse spezieller Zielgruppen im Ländlichen Raum (z.B. beim Vernetzungstreffen der Landjugend im Rahmen der Sommeruniversität Lausitzer Dörfer).

Der Austausch von hiesigen Expert/-innen mit Expert/-innen der schottischen Partnerregion im Bereich Tourismus führte zu einer stärkeren Vernetzung, der Initiierung von neuen Kooperationen und neuen Impulsen für den Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen, erfolgreiche Vermarktungsstrategien und der Stärkung der regionalen Identität in der Lausitz. Die Projekte „sorbisch modern“ III und IV haben durch die Entwicklung und Herstellung moderner, sorbisch geprägter Arbeitskleidung für Tourismusinformationen und -unternehmen sowie moderner regionaler Produkte direkte Wirkung auf den regionalen Arbeitsmarkt. Das Mentoring für weibliche Fach- und Führungskräfte in der Lausitz führte zu einer Sensibilisierung von Personalentwickler/-innen für Frauen in Führungspositionen, einer stärkeren Vernetzung und Zusammenarbeit von Unternehmen der Region und zu verbesserten Aufstiegschancen von Frauen in Unternehmen.

Die Kampagne zur Identität der Lausitz regte einen facettenreichen Diskurs an und initiierte Planungen zum Ausbau der Kampagne durch regionale Akteur/-innen.

Verstetigung und Transfer

Durch die Beteiligung der Partner/-innen an Planung, Strategie, Konzept und Umsetzung von Aktivitäten ist eine hohe Identifikation mit den Ergebnissen und somit eine nachhaltige Wirkung erreicht worden. Sowohl bei der Umsetzung von Projekten als auch bei der Mitarbeit in oder Koordination von Projekten erfolgt im Interesse der Nachhaltigkeit eine möglichst rasche Übergabe der Verantwortung an regionale Partnerinstitutionen und Akteur/-innen. Dabei erleichterte der gewährte Gestaltungsspielraum für regionale Institutionen und Akteurinnen und Akteure, die das Projekt beeinflussen und schließlich selbst steuern, die Verantwortungsübernahme und steigerte das Eigeninteresse der Beteiligten für die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse.

Im Teilprojekt „Sorbisch Modern III“ beauftragten bspw. Tourismusunternehmen in Eigenregie die Fertigung von sorbisch inspirierter Kleidung für ihre Mitarbeiter/-innen, die ab der Saison 2014 getragen wird.

Die Beratung des lokalen Netzwerkes „Inklusionsnetzwerk – Eine Region für alle“ in Cottbus führte zur Etablierung des Netzwerkes und einer eigenständigen Arbeitsstruktur.

Der Austausch zwischen Tourismusexpert/-innen des Landkreises Spree-Neiße und East Lothien führten zur Implementierung der Impulse/Ergebnisse in Maßnahmen sowie neuen Kooperationen, z.B. zwischen der Ersten Brandenburgischen Landesausstellung 2014 mit der Tourismus-Marketing-Gesellschaft Oberlausitz GmbH.

Die Partnerschaft der Gemeinde Neiße-Malxetal mit der Gemeinde Trzebiel (Polen) wurde durch den Austausch zu den Ergebnissen der Sommeruniversität Lausitzer Dörfer ausgebaut und hat erste Ideen aus dem Entwicklungskonzept der Studierenden bereits eigenständig umgesetzt.

Kontakt

  M`s Marketing + Kommunikation GmbH
Regionalbüro LausitzInselstraße 30/31
03149 Forst (Lausitz)

Büro Berlin
Alt-Moabit 73
3. Hof, Aufgang B, 5.OG
10555 Berlin

Ansprechpartner
Martin Kuder
030 88942319
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.laurin-lausitz.de
 
Aktuelle Seite: XENOS-Projekte Projektprofile Lernort 4 LAURIN - Regionale Identität und kulturelle Vielfalt als Schlüssel zu zukunftsfähiger Regionalentwicklung, Arbeitsmarktintegration und demokratischer Teilhabe in der Lausitz

Europäischer Sozialfonds Bundesministerium für Arbeit und Soziales Europäische Union

Das Projekt "XENOS Panorama Bund" wird im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS – Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.