MOSAIK - Märkische Orte für soziale, arbeitsmarktpolitische und interkulturelle Kompetenz

Ziel ist die Schärfung des öffentlichen Bewusstseins für demokratische Werte, Toleranz und Vielfalt. Angestrebt wird die Nivellierung von Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt sowie auf weiteren gesellschaftlichen Ebenen. Hintergrund des Projekts ist, dass aufgrund des demografischen Wandels vor allem in Regionen, die von sozialräumlicher Benachteiligung betroffen sind, abwertende und ausgrenzende Einstellungen gegenüber schwachen Gruppen zunehmen können.


Das Projekt

           
  Projektname: MOSAIK – Märkische Orte für soziale, arbeitsmarktpolitische und interkulturelle Kompetenz  

 
  Projektträger: Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Dortustr. 52
14467 Potsdam
   
  Lernort:
Städte, ländlicher Raum und europäische Grenzregionen    
  Umsetzungsort:
Kommunen in Brandenburg (Wittstock/Dosse, Neuruppin, Rheinsberg, Templin, Senftenberg, Landkreis Prignitz)    
  Kernaktivitäten: Bildungsarbeit, lokale und regionale Entwicklung, Diversity Management    
  Zielgruppen: Gemeinderätinnen und -räte, Kommunalpolitiker/-innen, zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure in Vereinen, Jugendliche an der Schwelle zum Beruf/zu Beginn der Ausbildung    
  Laufzeit: 01.01.2012-31.12.2014    
         


Über das Projekt

Beschreibung

Das Projekt MOSAIK hat das öffentliche Bewusstsein für demokratische Werte gestärkt und die Schaffung einer positiven Wertschätzung von Vielfalt in Brandenburger Kommunen unterstützt. Ziel war eine Überwindung von Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt sowie auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Dafür setzte das Projekt auf drei Ebenen und mit drei verschiedenen Zielgruppen an:

Mit der eigens entwickelten Weiterbildung „Vielfalt in der Kommune als Herausforderung und Chance“ konnten Kommunalpolitiker/-innen und engagierte Bürger/-innen gemeinsam Wissen erarbeiten und über die Potenziale gesellschaftlicher Vielfalt für die Zukunft ihrer Kommunen diskutieren. In einem Online-Lernkurs und in Seminaren vor Ort wurde die Öffnung für Vielfalt als Handlungskonzept für Kommunen verstanden und vermittelt, um die Attraktivität der eigenen Kommune als Lebens- und Arbeitsort für vielfältige Menschen und Unternehmen zu erhöhen und so dem demografischen Wandel eine potenzialorientierte Entwicklung entgegenzusetzen.

In niedrigschwelligen Workshops wurden gezielt Vereine und darin organisierte zivilgesellschaftliche Akteur/-innen angesprochen. In den Workshops wurden Menschen zusammengebracht, die zwar unterschiedliche soziale und/oder kulturelle Hintergründe hatten, die aber gemeinsame Interessen pflegten. Über diese Basis und das gemeinsame Arbeiten wurden eigene Überzeugungen und Werte reflektiert, um die Wertschätzung gesellschaftlicher Vielfalt zu steigern.

Speziell an Jüngere in Brandenburg richtete sich das dritte Angebot des Projektes: In Seminaren für Jugendliche und junge Erwachsene am Übergang von der Schule zum Beruf wurde das Thema Arbeit diskutiert und Kritikpunkte sowie Perspektiven erarbeitet. Aufgrund der Globalisierung und dem Internet hat sich die Arbeitswelt umfassend verändert – die Jugendlichen konnten in den Seminaren neue Perspektiven auf die heutige Arbeitswelt entwickeln und ihre eigene Position darin diskutieren.

Ziele

Das Projekt MOSAIK stärkte das öffentliche Bewusstsein für demokratische Werte und unterstützte die Schaffung einer positiven Wertschätzung von Vielfalt in Brandenburger Kommunen. Angestrebt wurde dabei eine Überwindung von Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt sowie auf allen gesellschaftlichen Ebenen.

Methoden

  • Wissensvermittlung
  • Kreative Methoden

Angebote

Beschreibung des Angebots:

Das Weiterbildungsangebot "Vielfalt in der Kommune als Herausforderung und Chance" der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg vermittelte Kommunalpolitiker/-innen Kompetenzen, um Vielfalt vor Ort als Potenzial für die kommunale Entwicklung zu fördern. Dabei wurde die Öffnung für Vielfalt als Handlungskonzept für Kommunen verstanden, um die Attraktivität der eigenen Kommune als Lebens- und Arbeitsort zu erhöhen. Die Fortbildung unterstützte Kommunen darin, gesellschaftliche Vielfalt als Chance für die kommunale Entwicklung zu begreifen und ein offenes, diskriminierungsfreies Stadtklima zu schaffen. Gemeinsam sollten mögliche Maßnahmen und politische Strategien entwickelt werden, die sich in der jeweiligen Kommune anwenden ließen.

Art des Angebots:

  • Aus- und Weiterbildungsangebot

Zielgruppen der Angebote:

  • Öffentliche Verwaltungen

Projektergebnisse

Produkte

Beschreibung des Produkts:

Im Projekt MOSAIK wurden Videos von den durchgeführten Vereinswerkstätten erstellt. Diese Filme dokumentieren Begegnungen unterschiedlicher Menschen mit ähnlichen Interessen - zum Beispiel spielten Brandenburger Basketballer/-innen gemeinsam Rollstuhlbasketball, singende Menschen trafen auf einen Gebärdenchor und ein vietnamesischer Fotoclub traf fotobegeisterte Lübbener/-innen. Die Kampagne "Brandenburg. Lauter gute Leute" thematisierte die gesellschaftliche Vielfalt in Brandenburg und will für eine Wertschätzung dieser werben. Die Plakate und Erklärungstexte der Kampagne werden auch nach Projektende verfügbar sein.

Art des Produkts:

  • Informationsmaterial
  • Lehr- und Werbefilm

Erfolge

Das Projekt MOSAIK kann auf drei erfolgreiche Projektjahre zurückblicken. Innerhalb der drei Projektebenen wurden zahlreiche Menschen erreicht, Ideen realisiert und Workshops durchgeführt. Die eigens entwickelte Weiterbildung „Vielfalt in der Kommune als Herausforderung und Chance“ konnte an sechs Orten erfolgreich durchgeführt werden. Die gemeinsame Diskussion und Vernetzung zur Entwicklung der Kommune wurde durch den Online-Kursraum und die Seminare unterstützt. Anregungen zu gemeinsamen Projekten und Anliegen in den Kommunen wurden ausgetauscht und neue Ansätze für die Förderung von Vielfalt vor Ort sowie die Handlungsspielräume der einzelnen Teilnehmer/-innen diskutiert. Jugendliche und junge Erwachsene konnten sich in den für sie organisierten Seminaren einbringen, ihre eigenen Erfahrungen reflektieren und zusammen Perspektiven für die Zukunft entwickeln. Thematische Schwerpunkte wurden an die Lebenswelt vor Ort und die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst. Insbesondere das Thema „Bleiben oder Wegziehen“ für oder wegen der Arbeit wurde diskutiert. Die Seminare boten die Möglichkeit, sich intensiv mit der sich verändernden Arbeitswelt auseinanderzusetzen und Jugendliche loteten ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten aus. In insgesamt 18 Workshops haben Menschen aus Vereinen gemeinsam gelernt, gespielt und zusammengearbeitet. In den Vereinswerkstätten wurden Begegnungen von Menschen ermöglicht, die sich in ihrem Alltag wohl kaum begegnet wären. Über gemeinsame Interessen wurden schnell Anknüpfungspunkte gefunden, die einen bleibenden Eindruck von der vorhandenen Vielfalt in der Gesellschaft geschaffen haben.

Dieses Bild und die positive Wertschätzung der Vielfalt in Brandenburg sind durch die Plakatkampagne „Brandenburg. Lauter gute Leute“ verstärkt worden. Mithilfe verschiedener Plakatmotive sind Dimensionen der Vielfalt anhand von realen Personen aus Brandenburg vorgestellt und so die gelebte gesellschaftliche Vielfalt Brandenburgs positiv hervorgehoben worden.

Verstetigung und Transfer

Mithilfe der Kampagne „Brandenburg. Lauter gute Leute“ wurde die vorhandene gesellschaftliche Vielfalt in Brandenburg abgebildet und durch einen erklärenden Text nachhaltig vertieft. Anhand von verschiedenen Plakaten wurde die Vielfalt der Brandenburger/-innen dargestellt und eine positive Wertschätzung dieser bestärkt. Die in der Kampagne entstandenen Plakate sind auch nach Projektabschluss verfügbar und werden weiterverbreitet.

Die Weiterbildung „Vielfalt in der Kommune als Herausforderung und Chance“ wird nach Projektende überarbeitet und kann anderen Gemeinden angeboten werden. Die Lernelemente der Weiterbildung können auch zukünftig genutzt werden, die Weiterbildung kann zudem auch für andere Bundesländer und Kommunen angepasst werden. Durch die Kooperation mit verschiedenen Lokalen Aktionsplänen (LAP) und Integrationsbeauftragten aus Kommunen und Landkreisen konnten die Ziele der Fortbildung auch nach dem Projektende weitergetragen werden. Durch die Vernetzung mit der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg konnte eine größere Reichweite der Weiterbildung und des gesamten Projektes erreicht werden.

Drei thematische Fachgespräche zu den Auswirkungen des demografischen Wandels und der Perspektive Willkommenskultur regten den fachlichen Austausch und die Vernetzung lokaler Akteure an. In den Vereinswerkstätten konnten Kontakte zwischen den Vereinen hergestellt werden, die auch nach den durchgeführten Workshops zu gemeinsamen Treffen geführt haben. Eine eigenständige Fortführung des Austausches untereinander wird nachhaltig gefördert. Unter den Jugendlichen, die sich an den Seminaren zur Arbeitswelt beteiligt haben, sind Gruppen entstanden, die sich auch weiterführend mit dem Thema auseinandersetzen und sich gegenseitig helfen. Der Jugendbildungsreferent unterstützt diese Vernetzung und gibt Tipps zu Kooperations- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Kontakt

  Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Dortustr. 52
14467 Potsdam

Ansprechpartner/-in:
Inka Thunecke
0331 2005780
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.boell-brandenburg.de/de/mosaik
 
Aktuelle Seite: XENOS-Projekte Projektprofile Lernort 4 MOSAIK - Märkische Orte für soziale, arbeitsmarktpolitische und interkulturelle Kompetenz

Europäischer Sozialfonds Bundesministerium für Arbeit und Soziales Europäische Union

Das Projekt "XENOS Panorama Bund" wird im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS – Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.