Die Arbeit trägt erste Früchte: Neues von der "Kooperationsinitiative Verwaltung"

Die gemeinsame Broschüre, mit dem Arbeitstitel „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung – Konzepte, Probleme, Beispiele“, ist in voller Entstehungsphase! Eine vorläufige Gliederung steht und die Autorenteams stimmen die Ausrichtung der jeweiligen Artikel ab. Worum geht es? Die Verankerung von Diversität in unterschiedliche Verwaltungsstrukturen – Barrieren und Widerstände sowie neue Aufgabenfelder und Ansatzpunkte – und die Interkulturelle Öffnung aus Sicht von Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln sind hier nur einige Beispiele. Die Frage nach einer nachhaltigen Wirkung über das Projektende hinaus spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Autoren. Es werden sowohl fruchtbare Handlungs-alternativen als auch Herausforderungen und Grenzen der unterschiedlichen Ansatzpunkte aufgegriffen und in knapper, gut lesbarer Form allen Akteuren und Interessierten zur Verfügung gestellt. Redaktionsschluss für die Artikel ist Ende Mai – bis dahin wird geschrieben, umformuliert und abgestimmt, wo auch immer das alltägliche Projektgeschehen es zulässt! Denn dieses trägt ebenfalls Früchte …

Zu Beginn des letzten Projektjahres freut sich INBI als Projektträger des Mainzer Projekts „Vielfalt in der Polizei“ über ein ausgesprochen großes Interesse an den Trainings zur Vorbereitung der Eignungstests für die Höhere Berufsfachschule Polizei und Verwaltung (HBFPV) in Bad Kreuznach und die Landespolizeischule RLP. Immer mehr Jugendliche und Eltern erfahren durch ihre Netzwerke von dem Angebot und wenden sich an INBI. Bettina Rauschmayr vom Projektträger INBI berichtet hierzu: „So wie es aussieht werden wir die Gruppe ab nächster Woche teilen müssen, weil sie für den Seminarraum zu groß geworden ist und sich immer noch neue Jugendliche anmelden. Es ist schön zu sehen, dass unsere Arbeit nun Früchte trägt.“ Auch der Stützunterricht für schwächere Schüler/innen an der HBFPV wird gut angenommen und wird bis zum Ende des Schuljahres weiter geführt werden. Schließlich steht im Mai auch das nächste und letzte Seminar zum Thema „Diversity Management“ für Einstellungsberater/innen und Rater/innen des Polizeipräsidiums Mainz an.

´Test the Test` - das Pendant zur Vorbereitung auf den Einstieg in die Verwaltung – wird im Rahmen des Projektes ´Option – Kultur` im April als Multiplikatorenschulung für die Ausbildungsleitungen aller 11 Verwaltungen angeboten und soll somit nach Projektende weitergeführt werden.
Seit Ende letzten Jahres arbeitet das Projekt mit mehreren Studentengruppen im Rahmen ihrer Praxisstudien an der Westfälischen Hochschule und der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung zusammen. Eine erste Kampagne, um das Image der Verwaltung zu verbessern und die Arbeit und das Wirken der 11 Verwaltungen im Kreis Recklinghausen positiv darzu-stellen, liegt als endgültiger Entwurf bereits vor. Zwei weitere Gruppen unterstützen die Verwaltungen in ihrem Bestreben ein Ausbildungsmarketing zu erarbeiten, durch das Jugendliche die Verwaltung als attraktiven Ausbildungsort sehen und die Motivation zur Bewerbung erhöht wird.
Besondere Zielgruppen, welche im letzten Jahr intensiv in das Projektgeschehen ein-gestiegen sind: die Gleichstellungsstellen, die Schwerbehindertenvertretungen, der Betriebshof, die Feuerwehr und der Bereich Tourismus – sowie die Gruppe der Schulsozialarbeiterinnen und –arbeiter und die Auszubildenden.

Mitglieder der Kooperationsinitiative Verwaltung sind die folgenden XENOS-Projekte:

  • Option Kultur (Kreis Recklinghausen)
    Das Verbundprojekt verfolgt das Ziel, in der Kreisverwaltung und in den Verwaltungen der zehn kreisangehörigen Städte interkulturelle Öffnungsprozesse voranzutreiben.
  • Perspektivwechsel (Multikulturelles Forum Lünen)
    Das Projekt setzt sich die interkulturelle Öffnung von Unternehmen und öffentlichen Verwal¬tungen, die Stärkung der Potentiale von Jugendlichen und die Förderung von Betrieben der ethnischen Ökonomie zum Ziel.
  • IKIP - Interkulturelle Kompetenz und Inklusion in der Personalauswahl der Polizei (FH Köln)
    Interkulturelle Kompetenzen im Personalauswahlverfahren der Polizei in NRW sollen stärker berücksichtigt und gleichzeitig der Abbau ungewollter Zugangsbarrieren zum Polizeidienst für Bewerber/-innen mit Migrationshintergrund erreicht werden.
  • Vielfalt in der Polizei (INBIG Mainz)
    In Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Mainz sollen mehr Bewerber/-innen mit Migra¬tions-hintergrund für den Polizeidienst gewonnen und die Einstellungspraxis interkulturell sensibler gestaltet werden.
  • GE.W.IN.N (Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft gGmbH, Dresden)
    Das Projekt verfolgt das Ziel, Unternehmen und Verwaltungen in Sachsen für die Aufnahme von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund in ein Praktikum, eine Ausbildung und letztlich in Arbeit zu motivieren.

Die Kooperationsinitiative Verwaltung versteht sich als offenes Netzwerk von XENOS-Projekten.
Interessent/ -innen wenden sich bitte an:

Sabine Fischer
Tel.: 02361 / 53 – 2020
Email: sabine.fischer@ kreis-re.de        
Helena Donecker
Tel.: 02361 / 53 - 4770
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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Europäischer Sozialfonds Bundesministerium für Arbeit und Soziales Europäische Union

Das Projekt "XENOS Panorama Bund" wird im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS – Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.