NRW-Gesundheitsministerin Steffens besucht „Die Zukunft der Pflege ist bunt"

Bild mit Ministerin Steffens

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 4. Februar 2014 besuchten Barbara Steffens, NRW-Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA), und Ministerialdirektor Markus Leßmann das Projekt „Die Zukunft der Pflege ist bunt“des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln e.V.. Gut zwei Stunden Zeit nahmen sich die Besucher für das Treffen. Neben der Vorstellung der Inhalte und Aktivitäten des Projektes stand vor allem ein intensives Gespräch über die bisherigen Erfahrungen, junge Menschen über Pflegeberufe zu informieren und sie dafür zu gewinnen, im Mittelpunkt.

Anlass für den Besuch war eine Einladung des Diözesan-Caritasdirektors für das Erzbistum Köln e.V., Dr. Frank Johannes Hensel, an Gesundheitsministerin Steffens. Sie hatte sich im September vergangenen Jahres kritisch zu der vielerorts gängigen Praxis geäußert, Pflegekräfte aus dem Ausland für deutsche Einrichtungen zu werben. "Dieses Vorgehen ist sehr problematisch, denn in den Herkunftsländern bluten die Sozialsysteme aus,“ sagte Ministerin Steffens nun bei dem Treffen in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes für den Kreis Mettmann e. V., einem der vier Projektstandorte. Wichtig sei es daher, bereits „in  Deutschland lebende Menschen mit Migrationshintergrund als Fachkräfte zu integrieren“, führte Steffens weiter aus.

Migrantinnen und Migranten aktiv für Pflegeberufe werben

Genau diesen Ansatz verfolgen der Diözesan-Caritasverband und die vier beteiligten Caritasverbände in Düsseldorf, Mettmann, Oberberg und Wuppertal/ Solingen. Mit dem Projekt „Die Zukunft der Pflege ist bunt“ werben sie aktiv für Pflegeberufe und ermutigen bereits in Deutschland lebende Migrantinnen und Migranten dazu, sich zu Pflegefachkräften ausbilden zu lassen. „Es liegt eine große Chance und ein großes Potenzial darin, in die Qualifizierung von Menschen mit Migrationshintergrund zu investieren“, zeigte sich Hensel überzeugt.

So konnten die drei Kolleginnen, die an dem Standort Mettmann ein interkulturelles Projektteam bilden, Ministerin Steffens unter anderem davon berichten, dass sie in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Schulen, Berufkollegs und Ausbildungsbörsen besucht haben. Ziel der Besuche ist es zum einen, die Schülerinnen und Schüler für Pflegeberufe zu interessieren und zu gewinnen. Dabei müssen oftmals Vorurteile gegen die Pflegeberufe ausgeräumt werden. Zum anderen wurden bereits konkrete Kooperationsverträge, wie beispielsweise mit der Martin-Luther-King-Hauptschule Velbert, geschlossen. Anschaulich und aktivierend sei neben den Besuchen auch die Vermittelung von Schülerinnen und Schüler in Praktika. Damit wird ein vertiefter Einblick in das anspruchsvolle und zukunftsträchtige Berufsfeld ermöglicht.

Ministerin Steffens zeigte sich sehr interessiert an den Erfahrungen der Projektmitarbeiterinnen und begrüßte deren Initiative, das Berufsfeld Pflege auch bei Migrantenselbstorganisationen vorzustellen.

Reger Austausch mit Mitarbeitenden  und Interesse an Verstetigung der guten Ansätze des Projektes

Nach einem guten Einblick in das Projekt und die bisherigen Ergebnisse nutzte die Ministerin die Gelegenheit zum regen Austausch mit den Projektmitarbeiterinnen und Entscheidungsträgern der beteiligten Caritasverbände.

Ministerin Steffens und Dr. Hensel stimmten darüber ein, dass ausbildungsbegleitende Hilfen in der Pflegeausbildung ausdrücklich angezeigt seien. Hierdurch könnten Auszubildende intensiv begleitet und unterstützt werden. Um Ausbildungsabbrüche zu vermeiden, bietet das Projekt „Die Zukunft der Pflege ist bunt“ zum Beispiel Sozialsprechstunden an mehreren Fachseminaren an.

Ministerialdirektor Markus Leßmann zeigte sich besonders interessiert daran, die positiven Ansätze des Projektes „Die Zukunft der Pflege ist bunt“ zu verstetigen. Dazu wurde angeregt, im Sommer in einen Fachaustausch zu treten.

Weitere Informationen zum Projekt unter www.pflege-ist-bunt.de


Melanie Wielens
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Foto: Helene Adolphs

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