Ergebnisse und Perspektiven: Abschlusstagung des Projekts "Transit"

Am 2. Dezember fand im Plenarsaal des Kammergerichts Berlin die Abschlussveranstaltung des Projekts „Transit“ statt. Vor mehr als 110 geladenen Gästen wurde die Arbeit aller am Projekt Beteiligten aus den zurückliegenden drei Jahren präsentiert.

Gleichzeitig bildete die Veranstaltung den Rahmen, um Bilanz zu ziehen und die Projektergebnisse an die anwesenden Vertreterinnen der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz zu übergeben. Dazu zählten unter anderem die von der Handwerkskammer Berlin und der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen zertifizierten Qualifizierungsbausteine, die inzwischen in mehreren Arbeitsbetrieben des Berliner Männervollzuges umgesetzt werden.

Eine Arbeitsgruppe aus Kollegen/-innen des vollzuglichen Sozialdienstes und der Sozialen Dienste der Justiz initiierte die Einrichtung von interdisziplinären Fallkonferenzen zur Rückfallprophylaxe, die bei vor der Entlassung stehenden besonders rückfallgefährdeten Inhaftierten flexibel einberufen werden sollen, und an denen je nach Bedarf Vertreter/innen beider Fachdienste sowie der Führungsaufsichtsstelle, der Staatsanwaltschaft, des Krankenhauses des Maßregelvollzugs und des Landeskriminalamtes teilnehmen. Teilnehmende der Arbeitsgruppe übergaben das Modell eines Ablaufverfahrens, nach dem das Gremium zukünftig einberufen werden soll.

An der Arbeitsgruppe „Zusammenarbeit zwischen Werk- und Sozialdienst im Vollzug“ waren sowohl Sozialarbeiter/ -innen als auch Mitarbeitende der Arbeitsbetriebe und -verwaltungen der Haftanstalten beteiligt. Die AG hat praxisnahe Empfehlungen für die Verbesserung der Kooperationsstrukturen zwischen beiden Fachdiensten entwickelt, die ebenfalls während der Veranstaltung überreicht wurden. Die Empfehlungen stehen auf der „Transit“-Website zum Download bereit: http://transit-berlin.eu/aktuelles/

Nicht zuletzt konnten während der Veranstaltung die Zertifikate „Case Manager/in nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC)“ feierlich an 24 Kolleginnen und Kollegen übergeben werden, die im Rahmen von „Transit“ die Case Management Fortbildung und erforderlichen Praxisstunden absolviert und eine Abschlussarbeit geschrieben haben. 

Text: Irina Meyer, Fotos: Transit