XENOS-Projekt QuarteT eröffnet Kampagne gegen Diskriminierung

Was für ein Vorbild sind Sie? Mit Babys gegen Diskriminierung!
Professor Ivica Maksimovic eröffnet Kampagne gegen Diskriminierungen
und Vorurteile

Vorurteile sind nicht angeboren! Und trotzdem verfestigen sie sich oft schon bei Kindern und Jugendlichen:

Da werden Jungen komisch angeschaut, die mal eine rosa Hose tragen. Schwul ist schon in der ersten Klasse ein beliebtes Schimpfwort. Kinder, die nicht die angesagten Spielzeuge oder Klamotten besitzen, werden schnell abgestempelt und ausgegrenzt. Es ist gesellschaftliche Realität, dass es immer noch vorherrschende Meinungen darüber gibt, was „normal“ ist, wer dazu gehört. Und das kommt auch schon bei Kindern an!
Die vier Träger des Projektverbundes „QuarteT – Quartiere eröffnen Teilhabe“ haben gestern auf einer Veranstaltung ihre Kampagnenmotive zu diesen Themen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Auch Jugendliche selbst beteiligten sich mit künstlerischen Beiträgen.
„Mit unserer Kampagne möchten wir auf noch vorherrschende Vorurteile und Ausgrenzungen aufmerksam machen. Wir möchten, dass jede und jeder sich Gedanken darüber macht, was er seinen Kindern vermittelt.“, so Projektleiterin Karin Meißner. „Wir möchten aber auch, dass die Kampagne Institutionen aus Pädagogik und Bildung und andere öffentliche Einrichtungen dazu anregt, sich diese Frage zu stellen. Wir alle haben eine Verantwortung dafür, unsere Gesellschaft so zu gestalten, dass Zugehörigkeit und Teilhabe allen offen stehen. Getreu dem Motto der Ärzte – „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt!“
Dementsprechend richtete sich die erste Veranstaltung im Rahmen der Kampagne an ein Fachpublikum aus Pädagogik und Sozialarbeit. Wie muss Jugendarbeit aufgestellt sein, um innerhalb unserer heterogenen Gesellschaft Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit zu fördern? Mit dieser Frage konfrontierte der Projektverbund QuarteT gemeinsam mit der Fakultät für Sozialwissenschaften der HTW die ca. 150 Teilnehmenden auf ihrer Fachveranstaltung „Jugendliche Lebenswelten im Wandel – Herausforderungen für die Jugendarbeit“. Angeregt durch fachliche Inputs von Prof. Dr. Albert Scherr (PH Freiburg) und Karin Meißner (Fachstelle Antidiskriminierung und Diversity Saar) erhielten sie in thematischen Foren und Diskussionen die Gelegenheit, sich mit konkreten Konzepten aus der Praxis auseinanderzusetzen. Abgerundet wurde die Veranstaltung von einer Podiumsdiskussion unter Beteiligung des Dekans der Fakultät für Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Dieter Filsinger, die sich mit dem thematischen Theorie-Praxis-Transfer im Saarland beschäftigte.  Auch heute wird die Veranstaltung fortgesetzt. Nach der Vorstellung aktueller Jugendkulturen und –milieus durch Klaus Farin, dem Leiter des Archivs der Jugendkulturen in Berlin, werden Strukturen und Methoden der Jugend- und Sozialarbeit im Saarland hinterfragt und, im besten Falle, Vereinbarungen zu einem besseren Austausch und einer Vernetzung getroffen.
Kontakt und weitere Informationen unter
Karin Meißner, Barbara Schömann
Fachstelle Antidiskriminierung und Diversity
bfw - Unternehmen für Bildung.
Untertürkheimer Str. 27
66117 Saarbrücken
Tel.     (0681) 5 84 57 22/28
Fax.      (0681) 5 84 57 30
E-mail: fads(at)bfw.de
www.was-fuer-ein-vorbild-sind-sie.de

Das Projekt QuarteT wird in Kooperation der Fachstelle Antidiskriminierung und Diversity Saar des bfw-Unternehmen für Bildung mit dem Jugendamt Regionalverband Saarbrücken, der Gemeinde Schmelz und dem Verband Saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung juz-united durchgeführt und im Rahmen des XENOS-Programms „Integration und Vielfalt” durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Mehr Infos unter: www.quartetprojekt.wordpress.com

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Europäischer Sozialfonds Bundesministerium für Arbeit und Soziales Europäische Union

Das Projekt "XENOS Panorama Bund" wird im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS – Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.