2.3. Selbstevaluation moderieren

In der Koordination von Projekten und v.a. in Projektverbünden hat sich gezeigt, dass regelmäßige, verbindliche und professionell vor- und nachbereitete Arbeitstreffen nicht nur die Zusammenarbeit und die Ergebnisse verbessern, sondern auch effektiv für die laufende Validierung genutzt werden können.

Selbstevaluation ist die vom Projektteam selbst realisierte systematische Erhebung und Auswertung, die Reflexionen und Kurskorrekturen der eigenen Arbeit bewirken kann. Sie bedeutet immer auch Auftauchen aus dem operativen Geschäft und kann die Prozess- wie Ergebnisqualität nachhaltig verbessern.

Die Selbstevaluation bietet gegenüber externen Evaluationen auch Vorteile, etwa dass die Projektbeteiligten eng mit den Prozessen und Akteuren vertraut sind. Solche aus dem Alltag herausgenommenen Selbstbewertungen sollten professionell moderiert werden. Sie können sich an folgenden Leitfragen orientieren.

Vor allem das „Auftauchen“ aus dem operativen Geschäft ist nötig, um den Überblick und die Zielausrichtung zu behalten. Bei diesen Treffen hat es sich bewährt, die definierten Ziele und die darauf gemünzten Aktivitäten gemeinsam zu überprüfen und dabei immer wieder abzugleichen, inwieweit die Plandaten mit dem Ist-Zustand einhergehen. Durch diese Rückkopplung der aktuellen Zwischenergebnisse und des eigenen Vorgehens mit den ursprünglichen Zielen und Planungen und auch durch die Einbeziehung von Bewertungen der Zwischenergebnisse durch Beteiligte oder Dritte wird:

die Zielerreichung und optimale Ressourcennutzung verbessert,
die Notwendigkeit der Anpassung des Vorgehens an veränderte Rahmenbedingungen erkannt. Anpassungsmaßnahmen können so bewusst und gemeinsam entschieden werden. 

Solche Feedbackschleifen können auf allen Ebenen, von der Teamsitzung bis zur direkten Arbeit mit Betroffenen (Teilnehmenden) durchgeführt werden. Dabei geht es v.a. in pädagogischen und Bildungsprojekten nicht immer allein um Ergebnisse, sondern häufig auch um die Validität von Methoden und Arbeitsansätzen, deren tatsächliche Wirkung laufend überprüft und damit „geeicht“ werden können.

Eine kurze Einführung für Bildungsträger in das Thema Selbstevaluation findet sich bei: http://www.kos-qualitaet.de/media/de/122013_5_Selbstevaluation%20in%20der%20Weiterbildung.pdf, Zugriff 20.3.15

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