Zugehörigkeit als ein Hebel des Antirassimus: Wochen gegen Rassismus vom 11. bis 24. März

„Rassismus verletzt Menschen in ihrer Würde – durch Worte, durch Taten, durch ungerechte Strukturen. Dies zeigen antisemitische und antimuslimische Anschläge und Übergriffe, die gesetzliche Ausgrenzung von Schutzsuchenden, fehlende Partizipationsrechte für Migrantinnen und Migranten sowie die strukturelle und institutionelle Diskriminierung von Minderheiten bei der Arbeits- und Wohnungssuche oder im Kultur- und Bildungsbereich.“

Mit diesen Sätzen kündigt der Interkulturelle Rat die diesjährigen Wochen gegen Rassismus an, die vom 11. bis 24. März stattfinden. Mehr als 70 bundesweite Organisationen und Einrichtungen sind als Kooperationspartner, Unterstützer und Sponsoren beteiligt.

Die Sätze sind auch eine fast klassische Definition von Rassismus und verweisen auf subtile Formen von Ausgrenzung, die Angehörige der Mehrheitsgesellschaft oft gar nicht wahrnehmen. Er bekomme als gebürtiger Berliner immer wieder zu hören, wie gut er Deutsch spreche, sagt Serdar Yazar, Vorstandssprecher des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg. „Auch wenn das nett gemeint sein mag, wird mir dadurch immer wieder signalisiert, dass ich nicht dazugehöre.“

Nicht dazuzugehören wird Asylsuchenden und Geduldeten sehr deutlich gemacht durch die so genannte Residenzpflicht. Hierbei hat sich in den letzten Jahren einiges verbessert, was nicht heißt, dass alles gut ist (siehe auch: Residenzpflicht- gelockert, aber nicht locker).

Wie in der Arbeitswelt Zugehörigkeit und Antirassismus verbunden sind schildert in einem Kommentar der Arbeitsdirektor der Rheinbahn AG Düsseldorf, Klaus Klar.

Zugehörigkeit haben Migrantinnen und Migranten immer schon in der Gewerkschaft gefunden. Dass das nicht immer gradlinig geht, macht Andrej Bott deutlich. Ihn porträtieren wir in unserer Serie Migration hat ein Gesicht.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration März 2013" entnommen.

 

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