Fachforum des Projektes „XENOS-ZIRQEL“ gibt Impulse zur kultursensiblen Pflege


Für viele Besucherinnen und Besucher war am 25. Juni nicht die Kunst der Anlass ihres Besuches im Leopold-Hoesch-Museum in Düren, sondern das Fachforum „PRAKTISCH KULTURSENSIBEL - Pflege in der Region Aachen/Düren“. Die ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Kreis Düren, der StädteRegion Aachen sowie weiterer benachbarter Kreise und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens waren von dem Ambiente begeistert, in das sie vom Projektverbund XENOS-ZIRQEL eingeladen waren. XENOS-ZIRQEL ist eines von bundesweit 113 Projekten, das im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS-Integration und Vielfalt“ gefördert wird. Dessen Projektkoordinator, Thomas Becker vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, begrüßte die Vertreterinnen und Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, Politik und Verwaltung, Migrantenorganisationen, Beratungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie Alten- und Krankenpflegeeinrichtungen bzw.-schulen. Herr Becker stellte das Projekt XENOS-ZIRQEL als ein gelungenes und wirksames Beispiel dar, Erwerbsbeteiligung und gesellschaftliche Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund im Gesundheitssektor zu fördern.

Die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums im Kreis Düren, Frau Sybille Haußmann, stellte dann im ersten Vortrag die regionalen Herausforderungen des demografischen Wandels – insbesondere für die Gesundheitswirtschaft und Pflege – heraus. In der nachfolgenden Talkrunde kamen dann unter der lockeren Moderation von Frank Lohse Akteure des Projektes XENOS-ZIRQEL zu Wort. Sie veranschaulichten praxisnah die vielfältigen Themen und Arbeitsansätze, die die low-tec gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft gemeinsam mit Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Aachen-Land e.V., dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband StädteRegion Aachen e.V., der Stadt Eschweiler und dem Nell-Breuning-Haus im Projekt umsetzen.

Domenica Licciardi, die u. A. als Referentin für das Institut zur Interkulturellen Öffnung (IzikÖ) der AWO Mittelrhein auf viele Erfahrungen in diesem Feld zurückgreifen kann, referierte zu Ansätzen und Praxis kultursensibler Pflege und Ali Celik, Geschäftsführer eines ambulanten Pflegedienstes und einer Tagespflege mit einem prämierten Konzept für kultursensible Öffnung, betrachtete abschließend unternehmerische Chancen und Grenzen kultursensibler Pflege.

Am Nachmittag fanden dann im wahrsten Sinne des Wortes „Work-Shops“ statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestalteten ihr“ Zimmer im Alter(sheim) werkpraktisch, übten sich in interkulturellen Kompetenzen oder tauschten Erfahrungen über die kulturelle Vielfalt in der Pflegepraxis aus. In einer vierten und fünften Gruppe wurden miteinander erste Schritte zur Entwicklung eines kultursensiblen Angebotes gemacht bzw. in einem 90minütigem Rundgang durch die Dürener Innenstadt ein kultursensibler Blick auf „die erweiterten Wohnzimmer und Gärten“ der Dürener Bevölkerung gerichtet.

Das Fachforum 2013 hat die allgemeine und die Fach-Öffentlichkeit in der Region mit dem Projekt XENOS-ZIRQEL und seinen Aktivitäten und Ergebnissen weiter bekannt gemacht und für das Thema „Kulturkompetenz im Gesundheitssektor“ sensibilisiert.
Die fachpolitische Diskussion über die Rahmenbedingungen eines zukunftsfähigen und zielgruppengerechten Ausbaus des Gesundheitssektors in der ländlichen Grenzregion Aachen-Düren wurde dadurch bereichert. Darüber hinaus ermutigte der fachkompetente Input und der praxisnahe Austausch über die eigene kultursensible Pflegepraxis die regionalen Akteure im Pflegesektor, sich angesichts des wachsenden Bedarfs an kultursensibler Pflege und der sich dadurch bietenden wirtschaftlichen Chancen in der Region Aachen-Düren zu positionieren. Tenor war, dass es sich lohnt, sich den veränderten Anforderungen an die Arbeitsorganisation und die Qualifizierung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu stellen. Dass die Teilnehmenden des Fachforums hoch zufrieden waren,  zeigte sich daran, dass der Großteil der Tagenden auch beim gemeinsamen Ausklang im Peill-Saal noch anwesend war. Es herrschte eine gute Stimmung auf dem Weg der Vernetzung von Einrichtungen, Organisationen und Unternehmen für eine kultursensible Pflegeregion Aachen-Düren.
Die Dokumentation des Fachforums kann Interessentierten nach Erscheinen gerne als PDF-Dokument zugesandt werden bzw. steht dann unter www. www.xenos-zirqel.de zum Download bereit.
Ursula Kreutz-Kullmann
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Aachen-Land, Teilprojekt 4 im Projekt XENOS-ZIRQEL

Informationen zum Projekt XENOS-ZIRQEL finden Sie unter
www.xenos-zirqel.de
Anfragen an: zirqel [AT] awo-aachen-land [PUNKT] de

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Europäischer Sozialfonds Bundesministerium für Arbeit und Soziales Europäische Union

Das Projekt "XENOS Panorama Bund" wird im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS – Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.