Im Wettstreit gegen Vorurteile: juz-united veranstaltet Rap-Contest gegen Diskriminierung

Pressemitteilung -  Nachwuchsrapper aufgepasst! Der Jugendverband juz-united gab in Kooperation mit dem Radiosender bigFM den Startschuss für einen saarlandweiten Rap-Contest zum Thema Vorurteile. Dieser findet im Rahmen der seit April laufenden Kampagne „Was für ein Vorbild sind Sie?“ statt. Jugendliche werden dazu aufgerufen, Rap-Songs gegen Vorurteile zu produzieren. Diese können dann per E-Mail und in mp3-Format bis zum 12. Januar 2014 bei juz-united eingereicht werden (E-Mail: urban-culture [AT] juz-united [PUNKT] de). Auf die Gewinner warten nicht nur attraktive Geldpreise, sondern auch eine gehörige Portion Aufmerksamkeit für die eigene Musik.

Vorurteile an der Wurzel packen
Vorurteile unter Jugendlichen sind immer noch stark verbreitet. Zwischen jungen Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten sind diese besonders oft vorhanden. Zum Beispiel werden arbeitslose Jugendliche aus prekären Verhältnissen von wohlhabenden jungen Menschen mit guter Schulbildung oft als „Versager“ angesehen, die nichts können. Das Bewusstsein dafür, dass die Ursachen für soziale Unterschiede nicht immer selbstverschuldet sein müssen, sondern auch Folge von gesellschaftlichen Strukturen sein können, fehlt dabei in der Regel völlig.
Mit einem Rap-Contest möchte juz-united jungen Menschen eine Stimme geben, um die eigenen Erfahrungen mit Vorurteilen vor Publikum zur Sprache zu bringen. Sie werden gleichzeitig dazu ermutigt, über positive Vorbilder zu kommunizieren und eigene Haltungen zu reflektieren. Die Jugendlichen können mit selbst geschriebenen Rap-Songs Stellung beziehen und so ein Zeichen gegen Vorurteile setzen. Ganz im Sinne der grenzüberschreitenden Verständigung sind auch französischsprachige Rapper herzlich zur Teilnahme am Rap-Contest eingeladen. Scheu sowie vorhandene Feindbilder können durch positive Erfahrungen mit gleichaltrigen Jugendlichen ersetzt werden. Wenn die Jugend unsere Zukunft ist, dann fängt eine Zukunft mit weniger Vorurteilen auch bei der Jugend an.
Mehr als nur eine coole Mitmachaktion
Der Rap-Contest bietet jungen Nachwuchstalenten die Chance, wirkungsvoll auf die eigene Kunst aufmerksam zu machen. Der Siegersong wird bei bigFM Saarland im Radio gespielt. Zudem werden die Beiträge von einer namhaften Jury professionell bewertet (u.a. von dem saarländischen Chartstürmer und Rapper Esta sowie dem ehemaligen 103.7 Unser Ding Kostprobe-Moderator und Rapper Drehmoment). Für den ersten Preis der Jury winkt ein Geldpreis in Höhe von 150 Euro.
Das Publikum bestimmt den Sieger mit
Zur Bewertung der eingereichten Anti-Vorurteile-Songs ist neben der Jury auch die Stimme des Publikums gefragt. Bei einem Abschlusskonzert im Januar wird ein Publikumspreis in Höhe von 150 Euro verliehen. Alle zur Bewertung freigegebenen Songs werden umgehend auf der bigFM- Webseite präsentiert und können dort gevotet werden.  Zu dem Song mit den meisten Stimmen wird ein professioneller Video-Clip gedreht. Darüber hinaus werden die Songs auf der Webseite der Kampagne www.was-fuer-ein-vorbild-sind-sie.de sowie auf der Homepage des Verbandes www.juz-united.de und auf Youtube bzw. Facebook veröffentlicht.
Über das Projekt „Offen für Vielfalt“
Der Rap-Contest ist Teil des Projektes QuarteT, das im Rahmen des XENOS-Programms „Integration und Vielfalt” durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert wird. QuarteT ist ein Verbundsprojekt in Kooperation des Verbandes saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung juz-united, der Fachstelle Antidiskriminierung und Diversity des bfw-Unternehmen für Bildung, dem Jugendamt Regionalverband Saarbrücken und der Gemeinde Schmelz.

Hier finden Sie zwei Videoclips von Jugendlichen, die zum Thema Vorurteile im Rahmen von Rap-Workshops des Projekts entstanden sind:
http://www.youtube.com/watch?v=QWwlGuJGMWo
http://www.youtube.com/watch?v=b9bxEtkYSMg

Über juz-united:
Der Verband saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung e.V. (juz-united) wurde 1974 als Zusammenschluss der selbstverwalteten Jugendzentren und Jugendtreffs im Saarland gegründet. Das Grundprinzip des Verbandes ist die Förderung von Selbstorganisation und Selbstverwaltung in der Jugendarbeit. Er “vertritt die Interessen seiner Mitglieder auf Landes- und Kreisebene, fördert und unterstützt die bestehenden Jugendzentren, sowie deren Errichtung” (Auszug Satzung). Das Saarland verfügt mit über 120 selbstverwalteten Jugendzentren, Jugendtreffs und Jugendclubs über das bundesweit dichteste Netz an diesen Einrichtungen der offenen Jugendarbeit.
Der Verband unterstützt und berät die selbstverwalteten Einrichtungen im Rahmen mehrerer Einzelprojekte:
•    Über die Geschäftsstelle des Verbandes bieten wir Beratung und Unterstützung bei allen Fragen der Jugendtreffarbeit, von der Gründung eines Treffs, über juristische und organisatorische Fragen, bis zur Hilfe bei Problemen und Konflikten.
•    Die Juz-Büros im Regionalverband Saarbrücken und im Kreis Saarlouis bieten personelle Hilfestellungen bei allen Fragen der Jugendtreffarbeit in den beiden Landkreisen.
•    Die Jugendbildungsarbeit des Verbandes fördert die Ehrenamtlichen in den Jugendtreffs durch ein vielfältiges Seminarprogramm und eine qualifizierte Jugendleiterausbildung.
•    Mit dem XENOS Projekt „Offen für Vielfalt“ untersuchen wir die Veränderungen der Lebenswelten von Jugendlichen in ausgewählten Standorten und bieten den Jugendzentren intensive Unterstützung bei der Bewältigung der neuen Herausforderungen.
•    Im Rahmen des Projektes “Volle Peilung” organisieren wir mit jugendgemäßen Methoden suchtpräventive Angebote ohne erhobenen Zeigefinger.
•    Mit dem Projekt “Fresh TV” bieten wir vielfältige Möglichkeiten rund um das Medium Video und arbeiten zu den Themen Rassismus und Rechtsextremismus.
•    Das “Bufdi-Projekt” stellt bis zu 10 Jugendzentren MitarbeiterInnen im Bundesfreiwilligendienst zur Entlastung der Ehrenamtlichen und Gewährleistung der Jugendzentrumsangebote zur Verfügung.
•    Der Verband hilft bei der Konzeptentwicklung von Jugendzentren und übernimmt in einzelnen Fällen die Trägerschaft, so z.B für das Jugendkulturzentrum Neunkirchen und das Jugendzentrum Lebach.
•    VerbandsvertreterInnen sind aktiv in verschiedenen jugendpolitischen Gremien. Sie sind Lobby für die Jugendtreffs in verschiedenen Jugendhilfeausschüssen sowie dem Landesjugendring.

Kontakt: Verband saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung e.V.
Geschäftsstelle
Blumenstraße 30-32
66111 Saarbrücken
0681-635359
Ihre Ansprechpartner: Markus Trennheuser (m [PUNKT] trennheuser-pr [AT] gmx [PUNKT] de)
  

   

http://www.youtube.com/watch?v=QWwlGuJGMWo
http://www.youtube.com/watch?v=b9bxEtkYSMg

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